Das Familiengericht tagt…
Omas Geburtstag….tja….da saßen alle alten Tanten die es in der Familie so gab.
Als sie die Tür öffnete, hatte mein Vater ihr ein “die ist schwanger” entgegengeschleudert, meine Sachen in den Flur geworfen, und war entschwunden.
Meine arme Oma!!
Sie wurde ganz blass, aber sagte, sie habe es sich schon gedacht. Meine übermäßige Übelkeit war auch ihr nicht entgangen.
Was dann folgte, möchte ich lieber nicht bis ins Detail schildern. Da stellen sich mir heute noch die Haare zu Berge.
Aber ich bekam Asyl bei Oma. Der Preis war, dass ich schuldbeladen durch die Schwangerschaft gehen mußte. Nach meinen eigenen Anlaufschwierigkeiten mit dem Kind, hatte ich gerade begonnen mich zu freuen. Klar war das “unvernünfig”, aber mir egal.
Meine Familie, die teilweise “rundherum” wohnte, erwartete ebenfalls ewige Dankbarkeit. Aber am liebsten hätten sich mich versteckt. “Was sollen denn die Leute denken”…….Nunja….davon hatte ich mich schon ziemlich lange befreit.
Aber ich habe mich ehrlich bemüht, brav zu sein. Natürlich sah ich ein, dass es für sie nicht leicht war. Allerdings ist mein Onkel nur elf Jahre älter als ich. Da hätte ich schon etwas mehr Unterstützung erwartet.
Begonnen hat damit seine Frau. Meine Tante besorgte alle möglichen Sachen. Bett, Kinderwagen usw. Gebraucht und sehr günstig. Geld hatte ich keins. Ich bekam Arbeitslosengeld. Berechnet nach dem Schülerinnengehalt. Auf die Idee zum Sozialamt zu gehen, bin ich leider nie gekommen.
Der Postbote schleppte sich einen Ast. Ich bekam Pakete von meinen Kolleginnen. Die haben alles abgeklappert, was sie kannten. Boh…das hatte ich nicht erwartet. Keine Kohle, aber mein Kind hatte Klamotten wie eine Prinzessin.
Achso: natürlich würde ich ein Mädchen bekommen. Das stand fest. Nein, nicht mit Ultraschall. Die Technik war noch in den Kinderschuhen. Ich hatte das so beschlossen, und mich nicht einmal um einen Jungennamen gekümmert.
Leider schaffte ich es nicht immer ein nettes Mädchen zu sein. Wie anstrengend!!
Jedenfalls plante ich schon weiter. So konnte es nicht gut gehen. Natürlich war die Entwicklunghilfe kein Thema mehr. Leider! Aber mit einem Baby wollte ich nun lieber nicht im Urwald oder Slums landen. Meine Familie war sehr froh, dass ich diese dämliche Idee nicht in die Tat umsetzen konnte. Ich nicht.
Ich wollte endlich als Hebamme arbeiten. Für ein Bett bei Oma hatte ich nicht so lange gekämpft. Ich zog aber weiter den Kopf ein, freute mich heimlich und wartete auf die Geburt.
Wer sagt das eigentlich?
Ich grübel heute über die Anzahl von Schwangerschaftswehen.
Nicht über die Tatsache, dass Frau welche hat, sondern defitiv über Zahlen.
Wer setzt sie in die Welt? Woher kommt die Vorgabe mehr als zehn oder fünfzehn am Tag sind bedenklich? Welche tolle Studie habe ich mal wieder verpasst? Artikel? Fortbildungen??
Ich bin sehr bodenständig und eher nicht der wissenschaftliche Typ. Studien nehme ich gewöhnlich zur Kenntnis, hinterfrage zuerst wer sie bezahlt, und übernehme natürlich auch für mich Sinnvolles.
Nur bei diesen Wehen hake ich schon seit Jahren. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, eine Schwangere Wehen zählen zu lassen. Außer bei der Geburt natürlich.
Schwangerschaftwehen sind wichtig. Kein grundsätzliches Übel!
Kann man so vielleicht vorzeitige Wehen als Diagnose produzieren, hat eine Risikoschwangere mehr in der Praxis und kann so auch mehr abrechnen? Welch eine absurde Idee Marlies!!!
Richtige Frühzeitige Wehen von Übungswehen zu unterscheiden ist eigentlich für Fachleute nicht so schwer. Ob eine Frühgeburt zu befürchten ist, hat allerdings weniger mit der Anzahl zu tun. als mit anderen Kriterien. Wenige richtige Wehen richten oft mehr an, als viele harmlose Kontraktionen.
Also woher kommt die Zahl frage ich mich noch immer.
Wer bestimmt wieviele Wehen Frau haben darf? Welchen Sinn macht es, deswegen Ängste zu schüren?
Die Zahlen von Frühgeburten habe sich in Deutschland seit vielen Jahren kaum verändert. Und das trotz der vielen Zusatzuntersuchungen.
Komisch ist das……..
Schwangerschaftsstreifen verhindern!
Mir ist, bis vor einiger Zeit, noch kein wirksames Mittel dagegen untergekommen.
Bis ich die erste spanische Schwangere betreut habe, war mit diese Salbe unbekannt.
Salben, die den Pflanzenextract Centella asiatica enthalten, sind in der Lage das Bindegewebe zu stabilisieren und können nachgewiesen diese Streifen verhindern, trägt man die Creme täglich einmal auf die entsprechenden Zonen auf.
Centella asiatica wird seit vielen Jahren in Spanien von Schwangeren angewendet .
Unerwünschte Wirkungen sind nicht bekannt geworden. Bei den Indianern ist diese Planze als brahmi lange in Gebrauch.
Königstieger wälzen sich zur Wundheilung in den Blättern der Pflanze und fressen sie, daher auch der Name “Tigergras”.
100 g Salbe reichen etwa 3 Wochen und kosten um € 10. Bereits vorhandene Streifen kann man damit leider nicht verschwinden lassen.
Sie haben leider nichts von ihrer Aktualität verloren.
Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
| 1. | Die gesamte Öffentlichkeit sollte über die verschiedenen Verfahren der Geburtshilfe informiert sein, damit es jeder Frau möglich ist, die für sie richtige Art und Weise der Geburtshilfe zu finden. |
| 2. | Die Ausbildung der Hebammen und aller Berufsgruppen, die die Frau und das Kind rund um die Geburt betreuen, müssen gefördert werden. Die Betreuung einer normalen Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett gehört zum Aufgabenbereich der Hebammen und der angrenzenden Berufe. |
| 3. | Alle Krankenhäuser sollten den schwangeren Frauen Informationen über die von ihnen praktizierte Geburtshilfe (z.B. die Höhe ihrer Kaiserschnittrate) frei zugänglich machen. |
| 4. | Es gibt keinerlei Rechtfertigung für eine Kaiserschnittrate über 10 bis 15 %. (GreenBirth: In Sachsen ca 20 %, im Saarland ca. 37 %) |
| 5. | Einmal Kaiserschnitt muss nicht für alle folgenden Geburten auch Kaiserschnitt bedeuten. Nach einer solchen Operation, bei der die Gebärmutter an einer tiefliegenden Stelle geöffnet wurde, kann eine vaginale Entbindung angestrebt werden, wenn im Notfall schnell ein Eingriff durchgeführt werden kann. |
| 6. | Es gibt keine Beweise dafür, dass routinemäßge elektronische Dauerüberwachung der kindlichen Herztöne einen positiven Einfluss auf den Ausgang der Geburt hat. |
| 7. | Für eine Rasur der Schamhaare oder einen Einlauf vor der Geburt besteht kein Anlass. |
| 8. | Während der Wehentätigkeit sollten schwangere Frauen nicht auf dem Rücken liegen. Sie sollten angeregt werden, während der Wehen herumzulaufen und sich frei zu entscheiden, in welcher Position sie gebären möchten. |
| 9. | Routinemäßige Dammschnitte sind nicht zu rechtfertigen. |
| 10. | Geburtseinleitungen sollte nicht aus Bequemlichkeit stattfinden. Verabreichung von Wehenmitteln sollte nur nach strenger medizinischer Indikation erfolgen. |
| 11. | Schmerzstillende und betäubende Medikamente sollten nicht routinemäßig, sondern nur zur Behandlung oder Verhütung einer Geburtskomplikation eingesetzt werden. |
| 12. | Für eine frühzeitige Eröffnung der Fruchtblase als Routineeingriff gibt es keine wissenschaftliche Begründung. |
| 13. | Das gesunde Neugeborene gehört zu seiner Mutter, wenn es der Zustand von beiden erlaubt. Die Beobachtung des Kindes rechtfertigt nicht die Trennung von der Mutter. |
| 14. | Nach der Geburt sollte der Mutter möglichst bald Gelegenheit zum Stillen gegeben werden. |
| 15. | Geburtshilfliche Einrichtungen, die mit dem Einsatz von Technik kritisch umgehen und emotionale, psychische und soziale Aspekte in den Vordergrund stellen, sollten bekannt gemacht werden. Diese Projekte sollten gefördert werden, um als Modelle für andere geburtshilfliche Einrichtungen zu dienen und die Einstellung zur Geburtshilfe in der Öffentlichkeit zu verändern. |
| 16. | Regierungen sollten über die Schaffung von Bestimmungen nachdenken, die den Einsatz neuer Geburtstechnologien nur nach angemessener Prüfung erlauben. |
| April 1985 Bericht Appropriate Technology for Birth der Weltgesundheitsorganisation. WHO Regional Office for Europa, 8 Scherfigovej, Kopenhagen, Dänemark. |
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Sierlam? Was ist denn das?
Ganz einfach: eine neue Serie bei Hebamme4u.
Neu ist nur der Name, die Geburtstropfen gibt es schon lange. Bisher hießen sie einfach auch nur so.
Wie es manchmal so ist, kam nun eher zufällig die Taufe zustande. Marketing ist angesagt musste ich lernen.
Die Tropfen verkürzen die Geburt im Schnitt um zwei Stunden. Ich benutze sie so schon ewig im Hebammenalltag vor Ort, war aber bisher zu wenig geschäftstüchtig umd damit etwas anzufangen.
Es ist nun geplant, auch diverse Teemischungen und mehr unter diesem Namen zu vertreiben. Natürlich handelt es sich pflanzliche Mischungen, die unschädlich sind.
http://www.hebamme4u.net/nuetzliches/geburt-erleichtern/sierlam.html
Nun ist er da, der Blog!
Und was mache ich damit? Dazu sollte man sich schon ein paar Gedanken machen, fand ich. Zwar sind meine Überlegungen ganz sicher noch nicht zu Ende, trotzdem ein paar davon vorab.