Archive for the ‘Sonstiges’ Category

 

Der nächste Schritt in der Ausbildung

Das war eine Station, auf der Frauen für Operationen vorbereitet und nachbetreut wurden.

Im Prinzip wieder nichts, was ich als zukünftige Hebamme wirklich brauchte. Aber es war eine der beliebtesten Stationen bei allen Schülerinnen.

Natürlich ist so etwas zunächst interessant, aber dazu kam, dass wir wirklich eingebunden wurden.

Wir durften mit zu Visite (eigentlich undenkbar), bei Untersuchungen gucken und asssistieren. Tausend Dinge, die woanders nicht so waren. Es hat auch Spaß gemacht, die Frauen länger zu sehen und wirklich etwas tun zu können. Wundpflege, mobilisieren usw. gehörten mit zu unseren Aufgaben. Ich konnte zu jeder Zeit die Schwestern oder Ärzte mit Fragen löchern, die nie weggewischt wurden. Waren sie auch noch so doof. Die Fragen meine ich natürlich.

Allerdings war diese Stationsschwester auch ganz anders als sämtliche Leiterinnen der übrigen Stationen.

Wir wurden ganz normal behandelt, bekamen sogar etwas von den Geschenken und Trinkegeldern ab (ich dachte mich tritt ein Pferd)

Gelegentliche gemeinsame Frühstücke fanden mit Schülerinnen statt, und wir wurden nicht in der Zeit zum Betten auswaschen geschickt. Der Umstand, dass “normal” behandeln erwähnenwert ist, lässt schon tief blicken.

Der glücklich Zustand hielt sieben Monate an. Von mir aus hätte er ewig dauern können, wenn nicht gewisse Vorausetzungen hätten sein müssen.

Um nämlich zum Examen zugelassen werden zu können, brauchte man eine bestimmte Anzahl von Geburten. Die erfüllte ich bei Weitem nicht.

Wir mußten darüber Protokoll führen, im sogenannten Dammschutzbuch. Und meines war ziemlich leer.

Die Lieblinge der Schulleiterin hatten ihr Soll übererfüllt. Ich natürlich nicht. Natürlich war ich damit nicht alleine, aber es fühlte sich so an.

Zwischenprüfungen und meine sonstigen Beurteilungen waren nicht zu beanstanden. Nur meine Moral. :-) ))

Einige Mädels mit wesentlich schlechteren Arbeiten, sind nie durchgefallen. Da wurden aber auch alle Augen zugedrückt.

Ich muss aber sagen, dass wir immer alle zusammenhielten. Naja gut, bis auf wenige Ausnahmen, die es immer gibt.  Leider bin ich nie dahintergestiegen, wer genau die Informantin war. Da kamen Mehrere in Frage.

Ich hatte einen neuen Freund, 10 Jahre älter als ich und auch noch geschieden. Das ging ja gaaaaaaaaaaaaar nicht!!!  Die Achtundsechziger waren wohl total an der Schule vorbeigelaufen.

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Die nächste Station

war der Kindersaal.

Im Schnitt mit fünfzig Neugeborenen belegt.  Dort hat es mir gut gefallen. Nicht nur wegen der Babys, sondern weil ich endlich etwas lernte und viel “machen” durfte.

Putzen gehörte auch dazu, aber eben nicht nur. Wie überall war das Personal knapp, weil es ja uns Schülerinnen gab. Aber die komische Oberschwester war anderweitig  beschäftigt , und so durften wir alles tun, was eben anfiel.

Babys baden, damals noch jeden Morgen. Nabelpflege, Kinder zu den Müttern bringen, sogar mit ihnen sprechen. Mit den Müttern natürlich :-)

Säuglingspflege, wiegen, Kurven führen. Für mich wichtige Dinge, weil sie schon mit etwas Verantwortung verbunden waren. Wir hatten dort zwei Kindersäle, wovon einer auch über Inkubatoren, Wärmebettchen usw. verfügte.

Im Nachtdienst waren zwei Schülerinnen, und wir gingen im Wechsel immer mal wieder zur anderen Station. Hach……. das war toll. Und ich war still, in der Hoffnung dort “vergessen” zu werden.

Im Nachhinein gesehen haben wir zu der Zeit wenig bis Nichts über das Stillen gelernt. Das war nicht angesagt. Fast alle Mütter stillten nicht. Natürlich wurden damals vorhandene Grundkenntnisse vermittelt, aber mehr auch nicht.

Neben der Schule war ich immer noch schwer beschäftigt, und hatte auch noch einen Freund, der aus Schleswig- Holstein kam. Meine nicht vorhandenen Kenntnisse in Sexualkunde haben sich drastisch verbessert.

Theoretisch im Unterricht meine ich natürlich!

Etwas Praxis hatte ich schon vorher. Der erwähnte Freund hat die Theorie vertieft, und ich mußte immer neue Wege finden, nicht erwischt zu werden.

Vermeiden ließ sich das leider nicht immer. Die Schuloberschwester hat mich in der Beziehung nie vergessen.

Im Kindersaal aber schon, denn ich blieb dort sechs Monate.

Ich fand es toll, aber gut für die Ausbildung war es nicht. Mir war dieser Umstand nicht wirklich klar, aber das kam dann noch. Heute weiß ich auch, dass ich mitnichten vergessen wurde.

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Hebammenschule

Momentan stelle ich fest: ich habe ein Zeitproblem.

Trotzdem möchte ich natürlich noch weiter schreiben.

Wo war ich? Achja die Hebammenschule. Davon habe ich mindestens zwei Drittel verdängt.

Wir hatten dort vollen Dienst inclusive 3 Wochen lange Nachtwachen, Wechseldienste und immer dazu Unterricht. Nach dem Nachtdienst, davor oder dazwischen war ganz egal. Bezahlung gab es so gut wie keine. Das wurde mit wohnen und essen verrechnet. Keine Nacht- oder Rufbereitschaftszuschläge. Nichts. So blieb ein Taschengeld übrig.

Drei Wochen Urlaub, in dem Samstage, Sonntage und Feiertage als Ulaubstage galten.

Wir haben quasi den ganzen Betrieb getragen. In der Nacht gab es eine!! Krankenschwester für das ganze Haus, ansonsten überall nur Schülerinnen. Es war kein kleines Krankenhaus!!

Im OP kam nur für größere Eingriffe die OP- Schwester, sonst wieder nur Schülerinnen. Es gab noch eine Kinderschwester für evtl. Erstversorgungen, und im Kreißsaal leibhaftige Hebammen., die auch anwesend waren. Nun gut, zwei, und der Rest? Man kann es sich denken.

In den Mehrbettzimmern schlafen? Fehlanzeige. Eine von den Anderen hatte immer Pause oder frei.  Wie sehr wir ausgenutzt wurden wurde mir natürlich nicht sofort klar. Dazu war ich zu jung und naiv.

Von Arbeitsrecht hatten wir alle keine Ahnung.

Lernen musste man ja auch noch, denn der Stoff war und  ist nun wirklich nicht von Pappe.

Was aber den meisten Schülerinnen viel mehr zu schaffen machte, kommt im nächsten Artikel.

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Lecker!

Dazu muss man nicht viel sagen, nur hören.

Stillgenuss

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Auf der Suche nach verwandten Blogs

Gestern bin ich etwas gewandert, und auf einen mir schon bekannten Blog eines Kinderaztes gestoßen. Eigentlich fand ich ihn immer unterhaltsam und witzig geschrieben.

Bis gestern. Denn ich stieß auf einen Eintrag, der bereits etwas älter ist, aber mich trotzdem ärgert, weil es meinen ganzen Berufsstand betrifft.

Da wird auf Grund einer!!! ungeprüften Aussage einer Mutter, über Hebammen ganz allgemein hergozogen, und die Antworten stoßen fast alles ins gleiche Horn. Sehr schade und zudem überflüssig.

Wenn so Bloggen funktioniert, kann ich auch eine lange Liste von allen möglichen Berufsgruppen erstellen, deren Aussagen höchst zweifelhaft sind. Dazu gehören Kinderärzte und Gynäkologen , von denen ich jeden Tag wirklich tolle Geschichten lese und höre.

Trotzdem fällt es mir nicht ein, sie alle über einen Kamm zu scheren. Es gibt doch überall Solche und Solche.

Man kann schon sagen die Hebamme hat keine Ahnung, aber bitte nicht:

alle haben keine .

http://kinderdoc.wordpress.com/2009/07/20/auch-mal-eine-aussage/

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Nun ist er da, der Blog!

Und was mache ich damit? Dazu sollte man sich schon ein paar Gedanken machen, fand ich.  Zwar sind meine Überlegungen ganz sicher noch nicht zu Ende, trotzdem ein paar davon vorab.

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