Neurodermitis hinterlässt häufig seelische Wunden

Neurodermitis in den Kinderjahren führt im späteren Leben häufig zu psychischen Problemen. Das ergab eine Studie mehrerer deutscher Universitätskliniken („GINIplus“-Studie) mit fast 6000 Kindern. 3000 davon konnten bis zum zehnten Lebensjahr untersucht werden.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Ekzemkrankheiten im Säuglings- und Kleinkindalter einen erheblichen Krankheitswert mit Auswirkungen auf deren späteres Leben besitzen“, sagt der Erstautor der Studie, Privatdozent Dr. Schmitt, Universitätshautklinik Dresden.
Blieb das Ekzem über das zweite Lebensjahr hinaus bestehen, waren psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten im Alter von zehn Jahren besonders häufig. Überraschenderweise ergab sich auch, dass sogar Kleinkinder, deren Ekzeme im ersten Lebensjahr spontan abgeheilt waren, vermehrt mit psychischen Problemen rechnen müssen.
Professor Dr. med. Thomas Werfel vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) rät deshalb zu psychologischen Angeboten für Eltern betroffener Kinder, etwa in Form einer 12-stündigen ambulanten Schulung nach AGENES ( www.neurodermitisschulung.de ) um sie frühzeitig auf diese Gefährdung vorzubereiten.

Quelle: ots-Originaltext: Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie e.V. (DGAKI) vom 30.12.201

This entry was posted on Mittwoch, Januar 19th, 2011 at 11:42 and is filed under Baby, Kleinkinder, Sonstiges. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

One Response to “Neurodermitis hinterlässt häufig seelische Wunden”

  1. Gut für Mutter und Kind: den Säugling stillen | RSS Verzeichnis Says:

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