Deutsches Kinderhilfswerk sucht
„Eine gesunde Ernährung und Bewegung sind die wesentlichen Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Dabei ist das Ernährungsverhalten ein zentraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Dieser wird wesentlich im Kindesalter erlernt und gebildet. Die hier erworbenen Ernährungsmuster behalten Kinder und Jugendliche oft ein Leben lang“, betont die Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes, Dr. Heide-Rose Brückner. „Die zwölf besten Ernährungsprojekte nehmen an einem kostenlosen Qualifizierungsworkshop mit dem bekannten Vegankoch Björn Moschinski im Mai 2012 in Berlin teil. Der Workshop dient der Qualifizierung, der Vernetzung und dem Austausch der Koch- und Ernährungsprojekte“ so Brückner weiter.
In Deutschland gibt es Koch- und Ernährungsprojekte in Schulen, Kindergärten, Kinderhäusern und Jugendeinrichtungen, die sich engagiert dafür einsetzen, dass Kinder lernen, zu kochen und sich ausreichend und gesund zu ernähren. Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft bundesweit diese Projekte auf, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Das Programm findet in Kooperation mit der Albert Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt statt und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Schirmherrschaft hat der Modedesigner und Botschafter des Deutschen Kinderhilfswerkes, Harald Glöckler übernommen.
Beim Workshop im Mai 2012 werden in Arbeitsgruppen die u.a. die Themen „Ausgewogene Ernährung für Kinder“ und „Kochen mit kulturellem Hintergrund“ diskutiert. Alle Projektkosten (Reise- und Übernachtungskosten/Wareneinsatz) werden vom Deutschen Kinderhilfswerk übernommen. In einem Jahreskalender 2013 werden Fotos und Kochrezepte der prämierten Projekte veröffentlicht. Außerdem erhalten die zwölf Nominierten 500 Euro für den Kauf von Küchenequipment.
Für interessierte Projekte steht unter www.dkhw.de ein Bewerbungsformular bereit. Ergänzend können Plakate oder dokumentierende Fotos oder auch andere Medien eingereicht werden – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Beiträge sind bis zum 5. März 2012 einzureichen.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 3.2.2012
Kinderschutzbund Schleswig-Holstein:
Betreuungsgeld setzt die falschen Anreize
Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein lehnt die Einführung eines Betreuungsgeldes ab. Die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein Irene Johns nimmt zum Betreuungsgeld wie folgt Stellung:
„Wer die Chancen sozial benachteiligter Kinder verbessern will, setzt mit dem Betreuungsgeld die falschen Anreize. Richtig wäre es, Kinder und Eltern durch den Ausbau der frühkindlichen Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsinfrastruktur und der Beratungs- und Bildungsangebote für Eltern zu fördern und zu stärken. Je früher ein Kind gefördert wird, desto höher sind seine Chancen, Bildung zu erwerben. Frühkindliche Bildung ist eines der Schlüsselfelder zur Gewährleistung gleicher Lebenschancen. In Deutschland ist der Zugang zu Bildungs- und Entwicklungsförderung ganz wesentlich abhängig von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Eltern, ihrem Bildungsgrad und gegebenenfalls einer Migrationserfahru ng. Das Bildungssystem schafft bei uns bisher keinen Ausgleich.
Zahlreiche Kitas und Verbände aus Thüringen, wo 2006 ein Betreuungsgeld eingeführt wurde, berichten, dass viele Kinder abgemeldet wurden, die besonders von der intensiven Förderung profitiert hätten. Ähnliche Erfahrungen werden aus Norwegen berichtet. Neben einer hervorragenden Betreuungsinfrastruktur gibt es dort ein Betreuungsgeld, das in voller Höhe nahezu ausschließlich von bildungsfernen Familien und Familien mit Migrationshintergrund in Anspruch genommen wird. Diese Kinder profitieren daher nicht von positiven, integrativen Erfahrungen und einer besseren Sprachförderung. Einen finanziellen Anreiz zu geben, Kinder nicht in die Kita zu schicken, hält der Kinderschutzbund für falsch. Daher: ein klares Nein zum Betreuungsgeld.“
Quelle: Pressemitteilung des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein vom 22.11.2011
„MEHR Männer in Kitas“:
Am 4. November präsentierten sich die ESF-Modellprojekte „MEHR Männer in Kitas“ erstmals dem interessierten Publikum. Trotz des gleichen Ziels, mehr Männer für den Beruf des Erziehers zu gewinnen, könnten die Ansätze, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll, kaum vielfältiger sein.
Bundesweite Internetplattform: Das Nürnberger Modellprojekt stellte eine bundesweite Internetplattform vor, über die sich Männer unabhängig von Ort und Zeit mit Kollegen austauschen können. Sie wird noch dieses Jahr frei geschaltet. Themen wie Gender, männliche Identität oder Generalverdacht sollen hier von (angehenden) Erziehern diskutiert werden. Auch gemeinsame Positionspapiere der beteiligten Erzieher sollen auf der Plattform entstehen, wo sie dann veröffentlicht und der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Inhaltlich begleitet und co-moderiert werden die Nutzer von Prof. Dr. Roland Bader von der Hochschule HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Weitere Informationen unter www.mehrmik.de
Online-Mentoring: Ein Online-Mentoring bietet das Modellprojekt in Hessen und Nassau an. Erzieher in der Berufsanfangsphase, Praktikanten, FSJler oder Umschüler werden von erfahrenen Erziehern und Erzieherinnen persönlich und fachlich begleitet. Thema der Gespräche wird auch die Rolle als Mann in einer Kita sein. Durch diese Begleitung sollen die Kitas ihre männlichen Mitarbeiter dauerhaft halten und sie auf eine geschlechtersensible Pädagogik vorbereiten.
Weitere Informationen unter www.mikitas.de/index.php/projektbausteine/online-mentoring.html
Männer-Mobil: Das Modellprojekt im Westlichen Westfalen setzt auf ein Männer-Mobil, mit dem sie auf Tour geht und Schulen, Vereine, Veranstaltungen und öffentliche Plätze anfährt. Über das „Kontakthalteprogramm“ werden sich interessierte Jungen regelmäßig über ihre Erfahrungen austauschen. Weitere Informationen unter www.awo-en.de/MiK/maemo.htm
Schulbus: Mobilität steht auch im Vordergrund des länderübergreifenden Modellprojekts. Mit einem amerikanischen Schulbus sorgten sie bereits bei der „Taufe“ am 4. November für Aufsehen. Der Bus selbst ist mit vielfältigem Material zum Thema Berufsfindung und Gender ausgestattet und greift das Thema spielerisch, beispielsweise mit einer Quizshow, auf. www.bage.de/schoolbus/
Multimediale Kampagne „Vielfalt, Mann! Dein Talent für Hamburger Kitas.“: In der letzten Woche startete das Hamburger Modellprojekt eine multimediale Kampagne „Vielfalt, Mann! Dein Talent für Hamburger Kitas.“ Jungen werden in der Phase der Berufsorientierung über die Vorteile des Erzieherberufs informiert. Parallel dazu gibt es in den nächsten Monaten umfangreiche Aktionen, um das Berufsbild und die Arbeitsbedingungen zu verbessen. Ziel: Männer sollen vielfältig in den Kita-Alltag involviert und in Kita-Frauenteams erfolgreich integriert werden. Vielfalt steht auch auf den zur Kampagne gehörenden Plakaten im Vordergrund. Hier wird an die Talente appelliert, die Erzieher in die Kitas einbringen können: Künstler, Vorleser, Spieleentwickler und Rennfahrer sind genauso gefragt wie Trostspender, Philosophen, Clowns und Streitschlichter. Die interessierten Männer werden aufgefordert: „Sei alles, werde Erzieher!“. Weitere Informationen unter www.vielfalt-mann.de
Duale Ausbildung: Das Stuttgarter Modellprojekt entwickelt ein Konzept für eine duale Erzieher(innen)ausbildung, das ab Sommer 2012 erprobt wird. Theorie und Praxis wechseln sich im dreimonatigen Rhythmus ab, das Anerkennungsjahr ist integriert.
„Genderkoffer“: Das Wiesbadener Modellprojekt hat einen „Genderkoffer“ mit Materialien und Methoden zum Thema „Gender in der Kita“ entwickelt. Darin enthalten sind thematisch passende Kinderbücher, Spiele und Informationen für Erzieherinnen und Erzieher, aber auch für Mütter und Väter. Der „Genderkoffer“ wird jeder der am Verbund beteiligten Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt. Dort wird er dann erprobt. Die Inhalte werden anschließend auf der Webseite zur Verfügung gestellt – so dass jede Wiesbadener Kita einen eigenen Genderkoffer erstellen kann.
Bildungsangebote, Kita als sicherer Ort: Bildungsangebote wie Seminare, Arbeitskreise und Fortbildungen für Fachkräfte, Eltern und Jungen bilden einen Schwerpunkt des Berliner Modellprojekts. Gemeinsam mit Fachleuten arbeitet es beispielsweise gerade am Konzept „Kita als sicherer Ort“, das ein Schutzkonzept für Kinder in Kitas und den Generalverdacht gegenüber Männern bezüglich sexuellen Missbrauchs behandelt. Ende November wird es ein zweitägiges Orientierungsseminar für Männer geben, bei dem sich die Teilnehmer über Ausbildung, Perspektiven, Hintergründe und Motive austauschen können. Weitere Informationen unter www.mann-macht-erziehung.de/
Veranstaltungen: Im Rahmen des Modellprogramms wird es in nächster Zeit weitere Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten des Themas geben. Ende November lädt das Nürnberger Modellprojekt zum Fachforum „Geschlechterdynamik in gemischten Teams – Herausforderung für Beratung und Begleitung“ ein. Anfang Dezember treffen sich Mitarbeiter/innen der Modellprojekte aus Berlin, Erfurt, Hamburg und Stendal zu einem Workshop, in dem ein Schutzkonzept für Kinder in Kitas entwickelt werden soll. Weitere Informationen unter www.koordination-maennerinkitas.de/Kalender
Dies sind nur einige, nicht vollständige Eindrücke aus der Arbeit der Modellprojekte. Mehr erfahren Sie auf unserer Website und auf den Websites der Modellprojekte. www.koordination-maennerinkitas.de/modellprojekte
Quelle: Newsletter der Koordinationsstelle „Männer in Kitas“ vom 14.11.2011
Deutsches Kinderhilfswerk ruft zur Bewerbung für die Goldene Göre auf
Kinder- und Jugendprojekte können sich ab sofort um die Goldene Göre bewerben. Sie ist eine Auszeichnung für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland und mit insgesamt 9.000 Euro dotiert.
Alle Interessierten können ein Projekt einreichen, wenn Kinder und Jugendliche aktiv an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt sind. Die Vorhaben sollten bereits begonnen haben oder im letzten halben Jahr abgeschlossen worden sein.
Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Ihr habt bei einem spannenden Projekt mitgemacht, seid voller toller Ideen? Ihr habt was auf die Beine gestellt und Eure Umgebung verändert? Dann seid Ihr die richtigen Bewerberinnen und Bewerber für die Goldene Göre. Wir sind gespannt auf Eure Beiträge!“
Der Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes entscheidet als Kinderjury über die Preisträger, denn „Kinder können das!“ Anmeldeschluss: 18. Dezember 2011.
Nähere Informationen sowie das Bewerbungsformular unter www.dkhw.de/goldenegoere.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 6.10.2011
Lieber Leser
vielleicht bist Du einer von vier Millionen Menschen mit Neurodermitis in Deutschland. Oder Dein Kind ist wie jedes fünfte bis siebte Kind hierzulande von dieser Krankheit betroffen. Vielleicht hast Du schon zahlreiche Behandlungen ausprobiert, aber den Überblick darüber verloren, welcher Ansatz wirklich helfen kann. Und vielleicht bist Du deswegen auf der Suche nach unabhängigen und verständlichen Informationen, nach Erfahrungsberichten anderer Betroffener und nach einem Austausch. Dann könnte jucknix.de das Richtige für Dich sein.
jucknix.de ist das große deutsche Neurodermitisportal, gegründet nach 30 Jahren eigener Erfahrung des federführenden Autors mit Neurodermitis, nach unzähligen Arztbesuchen und nach der Erkenntnis: es gibt nicht die eine Therapie, die bei jedem gleich gut anschlägt, aber es gibt Dinge, die oft sehr viel besser helfen als andere. Um diese zu finden, werten wir nicht nur den aktuellen wissenschaftlichen Stand aus, sondern zeigen auch an Fallgeschichten, dass es Möglichkeiten jenseits der Schulmedizin gibt, die die Chance auf spürbare und dauerhafte Linderung bieten. jucknix.de lebt also von all den Menschen, die mitmachen, ihre Geschichte erzählen und so neue Hoffnung und neue Erkenntnisse liefern.
Da jucknix auf großes Interesse gestoßen ist und viel freundliche Unterstützung erfährt, haben wir das Informationsgebiet erweitert, sodass neben Neurodermitis</a> inzwischen auch die Themen Allergie, Asthma, Schuppenflechte und Nesselsucht ausführlich behandelt werden.
Wir freuen uns über Deinen Besuch
Dein jucknix-Team
Titelthema: Anregendes für Vorschulkinder
P r e s s e m i t t e i l u n g
FLIMMO-Ausgabe 3/2011 jetzt kostenlos erhältlich
Titelthema: Anregendes für Vorschulkinder
München, 30. August 2011 – Inzwischen richten sich immer mehr Fernsehsendungen gezielt an Vorschulkinder. Und einige haben den jungen Zuschauern durchaus mehr zu bieten als oberflächlichen Spaß und seichte Unterhaltung. Bei Meister Manny erfahren die Kinder ganz nebenbei etwas über Freundschaft. Dora spricht mit ihnen Englisch. Kikaninchen fordert sie zum Mitmachen auf und beim Klassiker Die Sendung mit der Maus wird den jungen Zuschauern anschaulich die Welt erklärt.
Bei solchen Sendungen sind schon Vorschulkinder begeistert bei der Sache. Ihnen gefällt es, wenn sie ihren Alltag in den Geschichten wiederfinden oder erfahren, wie etwas funktioniert. Die Eltern sind zufrieden, wenn die Sendungen nicht nur unterhalten, sondern darüber hinaus auch ein gewisser Mehrwert zu erkennen ist. Gut zu wissen also, dass es im Fernsehprogramm für Vorschulkinder durchaus Sendungen gibt, die beidem gerecht werden: Den Ansprüchen der Eltern, aber auch dem Wunsch der Kinder nach Vergnügen und Unterhaltung. Besonders toll ist es, wenn die Eltern auch noch mit zusätzlichen Erklärungen zur Seite stehen und Dinge nachgebastelt oder selbst ausprobiert werden können. Denn dann fällt es den jungen Zuschauern viel leichter Zusammenhänge wirklich zu verstehen und vielleicht sogar das ein oder andere Wissenswerte zu lernen.
Im Laufe der Kindergartenzeit wird der Fernseher immer interessanter und die Eltern müssen entscheiden, was der Nachwuchs sehen darf. Damit ihnen die Auswahl leichter fällt, erklärt FLIMMO in der aktuellen Ausgabe, worauf es bei den Sendungen für Vorschulkinder ankommt und hat gleich noch ein paar besondere ausgewählt.
Die ganze FLIMMO-Broschüre gibt es jetzt auch als Download im Internet unter www.flimmo.tv
Kein Zeitgefühl – Warum Kinder in der Trotzphase häufig „gleich“ und „sofort“ verwechseln
Ab zwei Jahren entdecken Kinder ihren eigenen Willen – und stellen Eltern mit ihrem Trotz vor harte Bewährungsproben. Beispiel: eine eruptive Explosion, weil das Kleine vermeintlich zu lange warten muss.
Dem können Eltern vorbeugen: „Zeitliche Ankündigungen nicht zu früh machen, sonst wird die Wartezeit zu lang“, rät die Diplom-Psychologin Doris Heueck-Mauß aus München im Apothekenmagazin „BABY und Familie“. Kinder haben noch keine Vorstellung von Zeit. „Gleich“ heißt bei ihnen „sofort“.
Statt zu sagen: „Wir gehen gleich auf den Spielplatz“, lieber erklären, was man noch erledigen muss, bis es losgeht.
Quelle
Apothekenmagazin „BABY und Familie“
Wir brauchen Kitaplätze – kein Betreuungsgeld
Das von der Regierungskoalition immer noch geplante Betreuungsgeld gehört endlich in den Papierkorb. Nach diesen Plänen würden Eltern, die ihr Kind ausschließlich zu Hause betreuen, ab 2013 ein monatliches Betreuungsgeld von 150 Euro erhalten. Kinder brauchen aber nicht ausschließlich ihre Eltern, sondern auch andere Kinder für ihre Entwicklung. Das ist bei der übergroßen Mehrzahl der Ein- und Zweikinderfamilien zu Hause gar nicht mehr der Fall.
Bis 2013 sollen für 35 Prozent der ein- und zweijährigen Kinder Betreuungsplätze entstanden sein. Schon das ist angesichts der gegenwärtigen Ausbaudynamik ein ehrgeiziges Ziel. Aber sogar 39 Prozent der Eltern wünschen sich einen Bildungs- und Betreuungsplatz für ihre Kinder. Ab 2013 haben sie ein Recht darauf und können den Anspruch einklagen.
„Wir sollten dem Ausbau der Betreuungs- und Bildungsstruktur ganz klar den Vorrang einräumen, das ist die Botschaft aller internationalen Vergleichsstudien“, sagt Christel Riemann-Hanewinckel, die Präsidentin der eaf. „Das Geld ist schon eingeplant, wir müssen es nur sinnvoll einsetzen, nämlich für den quantitativen und qualitativen Ausbau der Plätze für die ein- bis dreijährigen Kinder.“
Quelle: Pressemitteilung der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen e. V. (eaf) vom 4.7.2011
BAG Mehr Sicherheit für Kinder: Kinder vor schweren Stürzen schützen
Stürze stellen eine große Gefahr für Säuglinge und Kleinkinder dar. Mehr als 123.000 Kinder unter fünf Jahren erleiden pro Jahr einen Sturzunfall, der ärztlich behandelt werden muss. Um Stürzen vorzubeugen, startet die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. die Kampagne „Laufen. Springen. Klettern. Sicher geht das!“ am heutigen Kindersicherheitstag 2011. Unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr wendet sich die Aufklärungskampagne an Eltern, Kinder, Erzieherinnen und Erzieher. Die Kampagne läuft bis zum Jahr 2014.
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sagt zum Start dieser Kampagne: „In den letzten Jahren haben wir in der Unfallprävention wichtige Erfolge erzielt. Weniger Kinder erlitten tödliche Unfälle. Aber dennoch ist gerade im Bereich Sturzprävention noch viel zu tun. Denn fast die Hälfte aller Kinderunfälle wird durch Stürze verursacht. Bei der Prävention von Stürzen geht es nicht darum, Kinder in ihrem natürlichen Bewegungsdrang einzuschränken. Denn wir wissen, Kinder mit großer Bewegungserfahrung sind besser vor Stürzen geschützt. Daher ist der Ansatz, die Fähigkeiten der Kinder zu stärken, genau richtig. Hier setzt die heute vorgestellte Kampagne an.“
Die meisten Unfälle ereignen sich im eigenen Zuhause. Schwere Stürze haben nach einer Studie des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den meisten Fällen eine Schädel-Hirn-Verletzung für die Kleinen zur Folge. Außerdem sind sie nach Ersticken, Ertrinken und Wohnungsbränden die häufigste Todesursache bei kleinen Kindern und Säuglingen.
„Mit unserer Sturzkampagne wollen wir Kinder und Erwachsene gleichermaßen ansprechen. Kinder sollen vielfältige Bewegungserfahrungen machen, ihr Umfeld bewusster wahrnehmen und Risiken einschätzen lernen. Erwachsene müssen für mögliche Sturzgefahren sensibilisiert werden“, erklärt Dr. Stefanie Märzheuser, Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. und Kinderchirurgin an der Berliner Charité: „Darüber hinaus ist es wichtig, dass Erwachsene unkalkulierbare Risiken vermeiden und mit Kindern sicheres Verhalten üben.“
Die BAG fördert die Aufklärungskampagne mit dem Infoblatt „10 Regeln gegen Stürze“, mit Sicherheitsinformationen zu Produkten, die an Sturzunfällen beteiligt sind, und mit Tipps zur Vermeidung von Sturzunfällen in den Social Media. Kindertagesstätten erhalten Arbeitshilfen für Kita-Aktionen, um das Thema Stürze in den pädagogischen Alltag einzubinden.
Gleichzeitig sollen spielerische Angebote die Risikokompetenz von Kindern stärken, ihre motorischen Fähigkeiten fördern und das Gefahrenbewusstsein von kleinen Mädchen und Jungen schulen.
Weitere Informationen unter www.kindersicherheit.de
Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. vom 9.6.2011
Studie der BZgA zum Impfen im Kindesalter veröffentlicht
Wie denken Eltern über Impfungen im Kindesalter, was beeinflusst ihre Impfentscheidung und welchen Informationsbedarf haben sie? Antworten auf diese Fragen gibt eine aktuelle Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), für die bundesweit 3.000 Eltern von Kindern bis 13 Jahren zu ihrem Wissen und ihrer Einstellung zu Kinderimpfungen sowie zum Impfverhalten befragt wurden.
Wie die Studienergebnisse zeigen, lässt die Mehrheit (64 Prozent) der Eltern in Deutschland ihre Kinder ohne Vorbehalte impfen. Nur 1 Prozent der Eltern lehnt Kinderimpfungen grundsätzlich ab. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) hat sich jedoch aufgrund von Vorbehalten bereits gegen einzelne Impfungen für ihr Kind entschieden. Knapp die Hälfte von ihnen hielt die ausgelassene Impfung für unnötig, 40 Prozent hatten Angst vor Nebenwirkungen. Unabhängig von der Einstellung zum Impfen sind Infekte des Kindes zum geplanten Impfzeitpunkt der häufigste Grund dafür, einzelne Impfungen schon einmal ausgelassen zu haben (60 Prozent).
Wie aus der Studie zudem hervorgeht, befürworten nahezu alle Eltern (95 Prozent), dass offizielle Impfempfehlungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen werden. 88 Prozent der Befragten versuchen, sich an diese Empfehlungen zu halten.
„Die Mehrheit der Eltern steht Kinderimpfungen zwar positiv gegenüber. Doch vor allem bei Masern, Keuchhusten und Hepatitis B ist der Impfschutz von vielen Kindern noch immer lückenhaft“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Die bevorstehenden Sommermonate, in denen die Kinder seltener krank sind, bieten eine gute Gelegenheit, fehlende Impfungen nachzuholen.“
Wie die BZgA-Studie ferner zeigt, wirkt sich die Einstellung der Eltern zum Impfen deutlich auf ihr Impfverhalten aus. So liegen bei den meisten Impfungen die abgefragten Impfquoten bei Kindern von Eltern mit Vorbehalten um 6 bis 14 Prozent niedriger als bei Kindern, deren Eltern keine Vorbehalte gegenüber dem Impfen äußern.
Auch Wissensdefizite sind verbreitet: Obwohl wissenschaftlich widerlegt, befürchtet jeder fünfte Befragte, dass Impfungen die Entstehung von Allergien begünstigen können. 68 Prozent aller Eltern glauben zudem immer noch, dass es gut für die Entwicklung sei, wenn das Kind Krankheiten durchstehen muss und mehr als jeder dritte Erziehungsberechtigte (38 Prozent) hält Masern für nicht gefährlich. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der aktuell stark steigenden Maserninfektionen in Deutschland besorgniserregend. Dabei sind Masern keine harmlose Kinderkrankheit, sondern können zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen führen – ein Risiko, das durch Impfungen im Kindes- und Erwachsenenalter vermeidbar ist.
98 Prozent der Eltern möchten zum Thema Kinderimpfungen von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt bzw. von einer medizinischen Fachkraft (90 Prozent) informiert werden. Auch Informationsbroschüren und Faltblätter zu Impfungen sind bei vielen Eltern gefragt (81 Prozent). Das Internet gewinnt immer mehr an Bedeutung. So beabsichtigen 59 Prozent der Befragten, künftig diesen Informationsweg zu nutzen. Die BZgA stellt daher zusätzlich zu verschiedenen Printmedien, die auch über gezielte Versandaktionen der Ärzteschaft zur Verfügung gestellt werden, umfangreiche Informationen auf ihrem Internetportal www.impfen-info.de bereit.
„Um eine kompetente Impfentscheidung für ihr Kind treffen zu können, benötigen vor allem Eltern mit Vorbehalten profunde Informationen. Ärztinnen und Ärzte sind dabei die wichtigsten Ansprechpartner. Deshalb werden wir die Ärzteschaft auch zukünftig mit Informationsmaterial und Arbeitshilfen bei der Information von Eltern unterstützen“, erklärt Prof. Dr. Pott.
Die Ergebnisse der Elternbefragung „Impfungen im Kindesalter“ (2011) stehen unter http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/ zum Download bereit.
Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 20.5.2011
