Archive for the ‘Sonstiges’ Category

 

Deutsches Kinderhilfswerk sucht

„Eine gesunde Ernährung und Bewegung sind die wesentlichen Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Dabei ist das Ernährungsverhalten ein zentraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Dieser wird wesentlich im Kindesalter erlernt und gebildet. Die hier erworbenen Ernährungsmuster behalten Kinder und Jugendliche oft ein Leben lang“, betont die Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes, Dr. Heide-Rose Brückner. „Die zwölf besten Ernährungsprojekte nehmen an einem kostenlosen Qualifizierungsworkshop mit dem bekannten Vegankoch Björn Moschinski im Mai 2012 in Berlin teil. Der Workshop dient der Qualifizierung, der Vernetzung und dem Austausch der Koch- und Ernährungsprojekte“ so Brückner weiter.

In Deutschland gibt es Koch- und Ernährungsprojekte in Schulen, Kindergärten, Kinderhäusern und Jugendeinrichtungen, die sich engagiert dafür einsetzen, dass Kinder lernen, zu kochen und sich ausreichend und gesund zu ernähren. Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft bundesweit diese Projekte auf, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Das Programm findet in Kooperation mit der Albert Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt statt und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Schirmherrschaft hat der Modedesigner und Botschafter des Deutschen Kinderhilfswerkes, Harald Glöckler übernommen.
Beim Workshop im Mai 2012 werden in Arbeitsgruppen die u.a. die Themen „Ausgewogene Ernährung für Kinder“ und „Kochen mit kulturellem Hintergrund“ diskutiert. Alle Projektkosten (Reise- und Übernachtungskosten/Wareneinsatz) werden vom Deutschen Kinderhilfswerk übernommen. In einem Jahreskalender 2013 werden Fotos und Kochrezepte der prämierten Projekte veröffentlicht. Außerdem erhalten die zwölf Nominierten 500 Euro für den Kauf von Küchenequipment.
Für interessierte Projekte steht unter www.dkhw.de ein Bewerbungsformular bereit. Ergänzend können Plakate oder dokumentierende Fotos oder auch andere Medien eingereicht werden – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Beiträge sind bis zum 5. März 2012 einzureichen.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 3.2.2012

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Berliner Kinderschutzbund fordert

Anlässlich des „Safer Internet Days“ am 7. Februar 2012 fordert der Berliner Kinderschutzbund von den Betreibern sozialer Netzwerke endlich weitergehende Maßnahmen zum Schutz von minderjährigen Nutzern.
So sollte beispielsweise bei neu angelegten Profilen eine altersgerechte Aufklärung über Chancen und Risiken der Veröffentlichung privater Inhalte verpflichtend sein, fordert der Medienexperte des Berliner Kinderschutzbundes, Christoph Thiel. „Darüber hinaus wäre es sinnvoll, einmalig einen Warnhinweis beim Teilen von Inhalten mit einem größeren Benutzerkreis als dem der eigenen Freunde auszugegeben und Kinder und Jugendliche nicht mehr zur Herausgabe ihres Mail-Passwortes aufzufordern“, sagte Christoph Thiel weiter.
Der Kinderschutzbund befürchtet, dass Kinder und Jugendliche zunehmend in eine virtuelle Lebenswelt hineinwachsen, in der ihnen eine engmaschigere Vernetzung mit sogenannten „Freunden“ vorgegaukelt wird, als sie in der Realität tatsächlich stattfindet. „Außerdem sollen sie bei Facebook und Co. sukzessive an die Normalität gewöhnt werden, ständig und überall preiszugeben, wo sie gerade mit wem unterwegs sind und was sie denken oder tun. Das ist definitiv nicht im Sinne eines nachhaltigen und weitsichtigen Kinder- und Jugendmedienschutzes“, so Christoph Thiel.
Der Kinderschutzbund kritisiert, dass die meisten Betreiber sozialer Netzwerke bislang den Forderungen zur Nachbesserung nicht nachgekommen sind. „Umso wichtiger ist es, dass inzwischen die EU und der Bundesrat auf das Problem aufmerksam geworden sind. Denn in unseren Medienkursen erlebe ich es immer wieder, dass Kinder und Jugendliche Dinge von sich preisgeben, ohne sich über die möglichen Folgen im Klaren zu sein“, sagte Christoph Thiel abschließend. Mit seinen Kursen „Wege durch den Mediendschungel“ hilft der Kinderschutzbund Kindern, Eltern und Erziehenden die Wahrnehmung für die Risiken bei der Benutzung sozialer Netzwerke zu schärfen und die Kompetenz im Umgang mit „social media“ zu erhöhen.
Nähere Informationen unter www.kinderschutzbund-berlin.de.

Quelle: Pressemitteilung des Berliner Kinderschutzbundes vom 6.2.2012

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Kindergeld und Kinderfreibetrag

Kinderfreibeträge oder das Kindergeld kamen bislang nur für Eltern in Betracht, deren volljähriges Kind nicht mehr als 8.004 Euro bezog. Dies ändert sich nun schlagartig mit Beginn 2012!

Die Gesetzesänderung sieht vor, dass Kinder, die das 25. Lebensjahr nicht überschritten haben, nur noch berücksichtigt werden können, wenn sie eine erstmalige Berufsausbildung und ein Erststudium abgeschlossen haben und keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Das heißt im Klartext, dass Einkünfte aus einem Arbeitsverhältnis von wöchentlich nicht mehr als 20 Stunden für den Kindergeld- bzw. Freibetragsbezug unschädlich sind. Ganz egal, wie viel auf dem Gehaltszettel steht.

Quelle: steuersparen.de

SonderbedarfDie Regelung zur Abgeltung des Sonderbedarfs eines sich in Berufsausbildung befindenden, auswärtig untergebrachten, volljährigen Kindes bleibt bestehen. Studiert ihr Kind zum Beispiel in einer fremden Stadt oder absolviert dort seine Berufsausbildung, kann jährlich ein Freibetrag von dem Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden.

Tipp für 2011:Wenn droht, dass Ihr Kind im Jahr 2011 die Einkommensgrenze überschreitet, sollte man für 2012 geplante Ausbildungskosten noch ins Jahr 2011 vorziehen. Das geht zum Beispiel mit dem Kauf von Fachbüchern oder einem Notebook.“

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Väter sitzen länger im Büro als Kinderlose

Väter, die Teilzeit arbeiten oder gar Hausmänner, die sich um die Kinder kümmern, sind heute keine Seltenheit mehr – oder eben doch? Das deutsche Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung fand kürzlich heraus, dass junge Väter meist sogar länger arbeiten als ihre kinderlosen Arbeitskollegen.

Bis zu zwei Stunden wöchentlich arbeiten Väter länger als ihre Kollegen ohne Kinder.

Auf dieses Ergebnis kam das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) dank «Mikrozensus 2010», einer Haushaltsbefragung vom vergangenen Jahr. Der Untersuchung zufolge arbeiten 25- bis 39-jährige Väter im Wochenschnitt zwei Stunden länger als ihre Kollegen ohne Kinder. Ebenfalls ein interessanter Trend zeigt sich bei den Arbeitszeiten der Ü40-Männer: Während Alleinstehende dann eher weniger arbeiten, steigt die Anzahl Arbeitsstunden bei Familienvätern sogar etwas an.

Windeln wechseln, Hausarbeit, Zankereien – nach einem langen Arbeitstag wartet auf einen arbeitstätigen Vater zuhause tatsächlich nicht immer Erfreuliches. Bleibt manch ein Familienmann deshalb länger im Büro und drückt sich so vor seinen privaten Verpflichtungen? Das sei nicht der Hauptgrund, sagt Martin Bujard, wissenschaftlicher Mitarbeiter des BiB im Gespräch mit Spiegel Online. Seine Schlussfolgerung ist pragmatischer: «Viele Frauen machen bei der Geburt eines Kindes Mutterschaftsurlaub und reduzieren danach ihre Erwerbstätigkeit. Väter müssen dann für das fehlende Einkommen sorgen.»

So festige sich die klassische Rollenverteilung in der Familiendynamik, erläutert Bujard gegenüber Spiegel Online. Ist also die Gleichberechtigung in der Arbeitswelt und das lockere, unkonventionelle Familienbild der Gegenwart etwa nur eine Illusion? So sei es dann doch nicht ganz, sagt Bujard. Väter seien generell durchaus bereit, ihr Engagement für die Familie auch mal in den Haushalt zu verlagern. «Um innerhalb der Familie für eine gerechtere Arbeitsverteilung zu sorgen, brauchen Väter offensichtlich Unterstützung und Anreize seitens der Liebsten.»

Quelle: Spiegel Online

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Kinderschutzbund Schleswig-Holstein:

Betreuungsgeld setzt die falschen Anreize

 

Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein lehnt die Einführung eines Betreuungsgeldes ab. Die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein Irene Johns nimmt zum Betreuungsgeld wie folgt Stellung:

„Wer die Chancen sozial benachteiligter Kinder verbessern will, setzt mit dem Betreuungsgeld die falschen Anreize. Richtig wäre es, Kinder und Eltern durch den Ausbau der frühkindlichen Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsinfrastruktur und der Beratungs- und Bildungsangebote für Eltern zu fördern und zu stärken. Je früher ein Kind gefördert wird, desto höher sind seine Chancen, Bildung zu erwerben. Frühkindliche Bildung ist eines der Schlüsselfelder zur Gewährleistung gleicher Lebenschancen. In Deutschland ist der Zugang zu Bildungs- und Entwicklungsförderung ganz wesentlich abhängig von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Eltern, ihrem Bildungsgrad und gegebenenfalls einer Migrationserfahru ng. Das Bildungssystem schafft bei uns bisher keinen Ausgleich.
Zahlreiche Kitas und Verbände aus Thüringen, wo 2006 ein Betreuungsgeld eingeführt wurde, berichten, dass viele Kinder abgemeldet wurden, die besonders von der intensiven Förderung profitiert hätten. Ähnliche Erfahrungen werden aus Norwegen berichtet. Neben einer hervorragenden Betreuungsinfrastruktur gibt es dort ein Betreuungsgeld, das in voller Höhe nahezu ausschließlich von bildungsfernen Familien und Familien mit Migrationshintergrund in Anspruch genommen wird. Diese Kinder profitieren daher nicht von positiven, integrativen Erfahrungen und einer besseren Sprachförderung. Einen finanziellen Anreiz zu geben, Kinder nicht in die Kita zu schicken, hält der Kinderschutzbund für falsch. Daher: ein klares Nein zum Betreuungsgeld.“

Quelle: Pressemitteilung des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein vom 22.11.2011

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„MEHR Männer in Kitas“:

Am 4. November präsentierten sich die ESF-Modellprojekte „MEHR Männer in Kitas“ erstmals dem interessierten Publikum. Trotz des gleichen Ziels, mehr Männer für den Beruf des Erziehers zu gewinnen, könnten die Ansätze, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll, kaum vielfältiger sein.

 

Bundesweite Internetplattform: Das Nürnberger Modellprojekt stellte eine bundesweite Internetplattform vor, über die sich Männer unabhängig von Ort und Zeit mit Kollegen austauschen können. Sie wird noch dieses Jahr frei geschaltet. Themen wie Gender, männliche Identität oder Generalverdacht sollen hier von (angehenden) Erziehern diskutiert werden. Auch gemeinsame Positionspapiere der beteiligten Erzieher sollen auf der Plattform entstehen, wo sie dann veröffentlicht und der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Inhaltlich begleitet und co-moderiert werden die Nutzer von Prof. Dr. Roland Bader von der Hochschule HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Weitere Informationen unter www.mehrmik.de
Online-Mentoring: Ein Online-Mentoring bietet das Modellprojekt in Hessen und Nassau an. Erzieher in der Berufsanfangsphase, Praktikanten, FSJler oder Umschüler werden von erfahrenen Erziehern und Erzieherinnen persönlich und fachlich begleitet. Thema der Gespräche wird auch die Rolle als Mann in einer Kita sein. Durch diese Begleitung sollen die Kitas ihre männlichen Mitarbeiter dauerhaft halten und sie auf eine geschlechtersensible Pädagogik vorbereiten.
Weitere Informationen unter www.mikitas.de/index.php/projektbausteine/online-mentoring.html
Männer-Mobil: Das Modellprojekt im Westlichen Westfalen setzt auf ein Männer-Mobil, mit dem sie auf Tour geht und Schulen, Vereine, Veranstaltungen und öffentliche Plätze anfährt. Über das „Kontakthalteprogramm“ werden sich interessierte Jungen regelmäßig über ihre Erfahrungen austauschen. Weitere Informationen unter www.awo-en.de/MiK/maemo.htm
Schulbus: Mobilität steht auch im Vordergrund des länderübergreifenden Modellprojekts. Mit einem amerikanischen Schulbus sorgten sie bereits bei der „Taufe“ am 4. November für Aufsehen. Der Bus selbst ist mit vielfältigem Material zum Thema Berufsfindung und Gender ausgestattet und greift das Thema spielerisch, beispielsweise mit einer Quizshow, auf. www.bage.de/schoolbus/
Multimediale Kampagne „Vielfalt, Mann! Dein Talent für Hamburger Kitas.“: In der letzten Woche startete das Hamburger Modellprojekt eine multimediale Kampagne „Vielfalt, Mann! Dein Talent für Hamburger Kitas.“ Jungen werden in der Phase der Berufsorientierung über die Vorteile des Erzieherberufs informiert. Parallel dazu gibt es in den nächsten Monaten umfangreiche Aktionen, um das Berufsbild und die Arbeitsbedingungen zu verbessen. Ziel: Männer sollen vielfältig in den Kita-Alltag involviert und in Kita-Frauenteams erfolgreich integriert werden. Vielfalt steht auch auf den zur Kampagne gehörenden Plakaten im Vordergrund. Hier wird an die Talente appelliert, die Erzieher in die Kitas einbringen können: Künstler, Vorleser, Spieleentwickler und Rennfahrer sind genauso gefragt wie Trostspender, Philosophen, Clowns und Streitschlichter. Die interessierten Männer werden aufgefordert: „Sei alles, werde Erzieher!“. Weitere Informationen unter www.vielfalt-mann.de
Duale Ausbildung: Das Stuttgarter Modellprojekt entwickelt ein Konzept für eine duale Erzieher(innen)ausbildung, das ab Sommer 2012 erprobt wird. Theorie und Praxis wechseln sich im dreimonatigen Rhythmus ab, das Anerkennungsjahr ist integriert.
„Genderkoffer“: Das Wiesbadener Modellprojekt hat einen „Genderkoffer“ mit Materialien und Methoden zum Thema „Gender in der Kita“ entwickelt. Darin enthalten sind thematisch passende Kinderbücher, Spiele und Informationen für Erzieherinnen und Erzieher, aber auch für Mütter und Väter. Der „Genderkoffer“ wird jeder der am Verbund beteiligten Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt. Dort wird er dann erprobt. Die Inhalte werden anschließend auf der Webseite zur Verfügung gestellt – so dass jede Wiesbadener Kita einen eigenen Genderkoffer erstellen kann.
Bildungsangebote, Kita als sicherer Ort: Bildungsangebote wie Seminare, Arbeitskreise und Fortbildungen für Fachkräfte, Eltern und Jungen bilden einen Schwerpunkt des Berliner Modellprojekts. Gemeinsam mit Fachleuten arbeitet es beispielsweise gerade am Konzept „Kita als sicherer Ort“, das ein Schutzkonzept für Kinder in Kitas und den Generalverdacht gegenüber Männern bezüglich sexuellen Missbrauchs behandelt. Ende November wird es ein zweitägiges Orientierungsseminar für Männer geben, bei dem sich die Teilnehmer über Ausbildung, Perspektiven, Hintergründe und Motive austauschen können. Weitere Informationen unter www.mann-macht-erziehung.de/
Veranstaltungen: Im Rahmen des Modellprogramms wird es in nächster Zeit weitere Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten des Themas geben. Ende November lädt das Nürnberger Modellprojekt zum Fachforum „Geschlechterdynamik in gemischten Teams – Herausforderung für Beratung und Begleitung“ ein. Anfang Dezember treffen sich Mitarbeiter/innen der Modellprojekte aus Berlin, Erfurt, Hamburg und Stendal zu einem Workshop, in dem ein Schutzkonzept für Kinder in Kitas entwickelt werden soll. Weitere Informationen unter www.koordination-maennerinkitas.de/Kalender
Dies sind nur einige, nicht vollständige Eindrücke aus der Arbeit der Modellprojekte. Mehr erfahren Sie auf unserer Website und auf den Websites der Modellprojekte. www.koordination-maennerinkitas.de/modellprojekte

Quelle: Newsletter der Koordinationsstelle „Männer in Kitas“ vom 14.11.2011

Neuer Verband setzt sich für kinderreiche Familien ein

 

Deutschland ist nicht kinderfreundlich. Regelmäßig ist die größte Volkswirtschaft in Europa das Schlusslicht in Sachen Familie. Die Geburtenrate ist eine der niedrigsten, die Deutschen selbst schätzen sich als kinderunfreundlich ein. Dabei gehört Deutschland zu den reichsten Ländern der Erde. Auch die Privatvermögen steigen kontinuierlich. Eine Diskrepanz, die zunehmend auf Widerstand stößt.
Jetzt haben sich die kinderreichen Familien in Deutschland zu einem Verband zusammengeschlossen. Die Interessenvereinigung aller Familien mit drei und mehr Kindern wendet sich gegen die Diskriminierung des Lebensmodells kinderreicher Familien.

Dr. Elisabeth Müller, Vorstandsvorsitzende des Verbandes: „Wir wollen dafür kämpfen, dass Großfamilien in Zukunft weder als phänomenal noch als asozial angesehen werden, sondern einfach als normal. Auch kreist die Debatte über Familienfreundlichkeit in Deutschland immer wieder um Begriffe wie Finanzen und Betreuungsangebote. Das ist definitiv der falsche Ansatz. Niemand bekommt Kinder aus ökonomischen Erwägungen. Das macht auch niemand für die Gesellschaft, sondern allein für sich und seine Familie.“
Wie der Verband kinderreicher Familien die Rahmenbedingungen für eine kinderfreundlichere Gesellschaft beeinflussen will, zeigt Andreas Konrad, stellvertretender Vorsitzender auf: „Wir sind erst ganz am Anfang unserer Arbeit und wollen noch nicht an jeder Stelle provokante Forderungen an die Politik richten. Schließlich geht es um Dialog, nicht um Konfrontation. Für uns ist jedoch von Beginn an klar, dass solche Dinge, wie das Familiensplitting, die Anrechnung von Betreuungszeiten auf die Rentenansprüche sowie die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum steuerfreien Existenzminimum entschieden angefasst werden müssen.“
Für kinderreiche Familien selbst sieht sich der Verband als Austausch und Meinungsforum. Vielfältige Unterstützungs- und Beratungsangebote sollen folgen. So ist eine Karte „Familie 3+“ in Planung. Hiermit sollen unter anderem für die Mitglieder des Verbandes Rabatte und weitere Vergünstigungen bei Unternehmen möglich sein. Der Verband setzt dabei auf die Bereitschaft der Wirtschaft, sich durch vielfältige Unterstützung für eine gesellschaftlich wichtige Zielgruppe einzusetzen.

Quelle: Pressemitteilung des Verbandes kinderreicher Familien Deutschland e. V. vom 17.10.2011

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Deutsches Kinderhilfswerk ruft zur Bewerbung für die Goldene Göre auf

 

Kinder- und Jugendprojekte können sich ab sofort um die Goldene Göre bewerben. Sie ist eine Auszeichnung für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland und mit insgesamt 9.000 Euro dotiert.

Alle Interessierten können ein Projekt einreichen, wenn Kinder und Jugendliche aktiv an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt sind. Die Vorhaben sollten bereits begonnen haben oder im letzten halben Jahr abgeschlossen worden sein.

Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Ihr habt bei einem spannenden Projekt mitgemacht, seid voller toller Ideen? Ihr habt was auf die Beine gestellt und Eure Umgebung verändert? Dann seid Ihr die richtigen Bewerberinnen und Bewerber für die Goldene Göre. Wir sind gespannt auf Eure Beiträge!“
Der Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes entscheidet als Kinderjury über die Preisträger, denn „Kinder können das!“ Anmeldeschluss: 18. Dezember 2011.
Nähere Informationen sowie das Bewerbungsformular unter www.dkhw.de/goldenegoere.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 6.10.2011

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Ethikrat informierte

über den aktuellen Stand der Arzneimittelforschung mit Kindern

 

Am 21. September diskutierte der Deutsche Ethikrat im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Forum Bioethik“ in Berlin mit Experten aus den Bereichen Medizin und Ethik die Frage, inwieweit die Arzneimittelforschung mit Kindern ethisch geboten oder bedenklich ist.
Kinder haben ebenso wie Erwachsene ein Recht auf eine angemessene und sichere Versorgung mit Arzneimitteln. Täglich werden jedoch Kinder mit Arzneimitteln behandelt, die nicht für sie zugelassen sind. Klinische Studien mit Kindern, die notwendig wären, um dieses Defizit zu beseitigen, sind indessen ethisch problematisch.
Einerseits ist von der Instrumentalisierung wehrloser Personen die Rede, die keine rechtswirksame Zustimmung geben können; andererseits koppele ein vollständiges Forschungsverbot gerade die Kinder von den Fortschritten in der Medizin ab. In dieser Frage zeichnet sich allerdings ein Paradigmenwechsel ab:

Der Ausschluss von Forschung mit Kindern mit der Begründung, sie vor der Forschung zu schützen, ist der Auffassung gewichen, Kinder durch Forschung zu schützen.
Im einführenden Vortrag berichtete Wolfgang Rascher, Vorsitzender der Kommission für Arzneimittel für Kinder und Jugendliche, über die Schädigung von Kindern durch die Verwendung von für sie ungeprüften Arzneimitteln. Durch die EU-Initiative  „Better Medicines for Children“ aus dem Jahr 2002 und die jüngsten Novellen des Arzneimittelrechts seien auch schon erste Ansätze einer besseren Versorgung von Kindern mit geprüften Arzneimitteln zu beobachten. Die Zahl klinischer Studien mit Kindern steige insgesamt jedoch nur sehr langsam.
Angelika Eggert, Direktorin des Westdeutschen Tumorzentrums, berichtete über die Arzneimittelversorgung von Kindern in der pädiatrischen Onkologie. Sie konstatierte, dass der sogenannte Off-lable-Use von Medikamenten zur Tagesordnung gehört. Doch gerade in der Kinderonkologie seien in den letzten Jahren sehr gute Behandlungserfolge erzielt worden, da die meisten Kinder im Rahmen nichtkommerzieller multizentrischer Therapieoptimierungsstudien behandelt werden. Eggert bemängelte jedoch, dass die Entwicklung neuer Therapien zu langwierig sei. Sie plädierte für die Beseitigung administrativer Hürden bei der Entwicklung von Arzneimitteln, stärkere Anreize für die pharmazeutische Industrie sowie die Einrichtung von europäischen Netzwerken für die präklinische und frühe klinische Forschung.
Jochen Taupitz, Mitglied des Deutschen Ethikrates, erläuterte die rechtliche Situation der Arzneimittelforschung mit Kindern in Deutschland. Vor dem Hintergrund, dass die informierte Einwilligung des Betroffenen als zentrale Voraussetzung der Forschung im Falle von Kindern oft nicht oder nur schwer zu erreichen sei, habe das Arzneimittelgesetz Schutzkriterien für Minderjährige formuliert. Dazu zählten nicht nur die Nutzen-Risiko-Abwägung, die vorherige pharmakologisch-toxikologische Prüfung des Arzneimittels sowie die erforderliche behördliche Genehmigung und das positive Votum einer Ethikkommission, sondern auch auf das individuelle Selbstbestimmungsrecht bezogene Kriterien wie die Aufklärung und Einwilligung des Betroffenen bzw. seiner gesetzlichen Vertreter. Zu den bei Minderjährigen anzusetzenden Schutzkriterien gehörten außerdem das Erfordernis des unmittelbaren individuellen Nutzens für den Betroffenen und/oder für die Gruppe der Patienten, die an der gleichen Krankheit leiden.
Georg Marckmann, Direktor des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, erörterte im Anschluss daran die ethischen Aspekte der Forschung mit Minderjährigen. Mit Blick auf die Risiken, die mit dem Einsatz ungetesteter Medikamente verbunden sind, und die Notwendigkeit der Bereitstellung nützlicher Therapien seien Studien mit Kindern unverzichtbare Voraussetzung für wirksame und sichere Behandlungen und ein Verzicht auf Studien mit Kindern ethisch unvertretbar. Die Forschung mit Kindern sei jedoch insofern ethisch problematisch, als Kinder psychisch und physisch besonders verletzlich und nur eingeschränkt oder nicht einwilligungsfähig sind. Letztlich handele es sich hierbei um einen ethischen Grundkonflikt, der nicht auflösbar sei, sondern nur reguliert werden könne durch die Abwägung des Nutzen-Schaden-Verhältnisses, die informierte oder stellvertretende Einwilligung und das Kriterium der in erster Linie eigennützigen Forschung.
Claudia Wiesemann, Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen, ergänzte diese Überlegungen um empirische Daten aus Studien, die die Sicht der betroffenen Kinder und Jugendlichen und ihrer Eltern untersucht haben. Sie resümierte, dass Eltern, die über die Möglichkeit eines individuellen Heilversuchs unter Einsatz eines für diesen Zweck noch nicht erprobten Arzneimittels informiert seien, aufgeschlossener sind für die Beteiligung ihres Kindes an Medikamentenstudien. Außerdem seien Eltern auch unter Stressbedingungen einwilligungsfähig und -willig. Kinder wiederum zeigten ein differenziertes Urteilsvermögen hinsichtlich der Belastung durch Forschung. Wiesemann forderte weitere Untersuchungen zu Einstellungen von Kindern und Jugendlichen zur Forschung mit Kindern.
An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben den Referenten des Abends Siegfried Throm, Geschäftsführer des Verbandes der forschenden Pharma-Unternehmen, und Dietrich Niethammer, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung für kranke Kinder Tübingen, teil.
Siegfried Throm zufolge stellt sich nicht die Frage, ob Studien mit Kindern durchgeführt werden dürfen – denn dies sei durch die Gesetzgebung definiert –, sondern nur noch die Frage nach dem Wie.
Für Dietrich Niethammer setzt das Gebot der Arzneimittelforschung mit Kindern ein sorgfältiges, auf die Risikominimierung ausgerichtetes Studiendesign ebenso voraus wie die hohe Verantwortung der beteiligten Forscher, Pädiater und Ethikkommissionen.
Gegenstand der weiteren, auch für das Publikum geöffneten Diskussion waren Fragen der Nutzen-Risiko-Abwägung, des Umgangs mit unterschiedlichen Meinungsäußerungen von Kindern und ihren Eltern und des Verhältnisses von eigennütziger und gruppennütziger Forschung.
Außerdem wurde die Frage aufgeworfen, inwieweit die Betroffenen und ihre gesetzlichen Vertreter angemessenen und verständlich aufgeklärt werden.
Interessenten können die einzelnen Beiträge nachhören und in Kürze auch nachlesen unter http://www.ethikrat.org .

Quelle: ots-Originaltext: Deutscher Ethikrat vom 22.9.2011

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Listerienwarnung

Firma warnt vor gefährlichen Bakterien in gefüllten Paprika Dienstag, 27. September 2011 02:20

Ein Feinkosthersteller aus dem Kreis Tübingen hat vor dem Verzehr mehrerer seiner Antipasti gewarnt. Sowohl in Minipaprika als auch in roten und grünen Peperoni – jeweils gefüllt mit Frischkäse – sind Listerien gefunden worden, teilte das Unternehmen Momeni Feinkost am Montag in Ammerbuch (Kreis Tübingen) mit. Der Verzehr der mit den Bakterien belasteten Antipasti könne Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall verursachen. Sie wurden in rund 40 Geschäften in mehreren Bundesländern offen an der Bedientheke verkauft – auch in Berlin und Brandenburg.

Die Firma rief die Geschäfte auf, noch vorhandene Ware zu vernichten. Die durch Bakterien verursachte Listeriose verläuft bei gesunden Menschen meist harmlos oder wird sogar kaum bemerkt. Werden besonders viele Erreger aufgenommen, kann es zu Fieber und Durchfällen kommen. Kleinkinder oder Menschen mit geschwächter Immunabwehr, wie frisch Operierte, Aids- oder Krebspatienten und Diabetiker können dagegen schwer erkranken. Der Ausbruch der Erkrankung kann bis zu acht Wochen nach Aufnahme der Bakterien erfolgen. Listerien können Sepsen (Blutvergiftungen) oder Meningitiden (Hirnhautentzündungen) verursachen. Besonders bei Schwangeren ist eine Listeriose sehr gefährlich, da sie fatale Folgen für das ungeborene Kind haben kann. Es kann zu Frühgeburt, schweren Schädigungen oder sogar zum Absterben des Fötus kommen. Die Schwangere hingegen bemerkt die Erkrankung oft nicht einmal. Nach Angaben des Unternehmens aus Baden-Württemberg wurden die gefüllten Peperoni und Minipaprika in Berlin bis zum 19. September in folgenden Geschäften als offene Ware an den Bedientheken verkauft: Kaufland, Döberitzer Weg 3, 14624 Dallgow-Döberitz; Kaufland, Weisenhöher Str. 88-108, 12683 Berlin-Biesdorf; Kaufland, Romain-Rolland-Str. 13, 13089 Berlin-Weißensee; Ghorbani, Breisgauer Str. 1, 14129 Berlin. Quelle: Morgenpost.de

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