Welt-Asthmatag 4.5.2010
Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung, die in Deutschland 4 Millionen Erwachsene und circa 1 Million Kinder betrifft. Zum Welt-Asthmatag fordert der DAAB mehr Aufklärung über das Krankheitsbild. Anlässlich des Welt-Asthmatages erscheinen eine neue Broschüre „Bewusster Leben mit Asthma“ und ein Asthma-Tagebuch.
Die ersten Anzeichen
Speziell die Pollenzeit, die warmen Sommertage und die erhöhten Ozonwerte können bei Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen schnell zu stärkeren Beschwerden führen.
Betroffene sollten auf die typischen Krankheitsanzeichen achten und schnell reagieren:
· Allgemeines Unwohlsein, starkes Schwitzen
· verstärkter Husten, Räuspern
· Warnsymptome: Abfall des Peak-Flow-Wertes (Atemstromstärke)
· zunehmende Atemnot – auch in Ruhe
· Verringerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
· erhöhter Bedarf an bronchien-erweiternden Medikamenten.
Vorbeugen ist die beste Strategie!
Um erst gar nicht einen Krankheitsschub auszulösen, sollten Patienten folgendes beachten:
· Inhalieren Sie Ihre Medikamente regelmäßig.
· Allgemeine Empfehlungen wie Verzicht auf Nikotin und Alkohol, eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität.
· Nehmen Sie an einer Asthmaschulung teil.
· Eigenkontrolle: Messen Sie regelmäßig Ihren Peak-Flow-Wert und passen die Medikamente der jeweiligen Situation an.
· Üben Sie regelmäßig atemerleichternde Stellungen.
· Meiden Sie sportliche Aktivitäten im Freien bei hohen Ozonwerten.
Die Behandlung
Falls alle präventiven Maßnahmen nicht greifen und sich die Beschwerden dennoch verschlechtern, sollten Sie frühzeitig den Arzt aufsuchen. Generell gilt, dass die Asthmatherapie individuell an den jeweiligen Patienten mit seinem persönlichen Schweregrad und seiner persönlichen Ausprägung angepasst werden muss. Die Wirkstoffe und deren Dosierungen variieren daher mit dem Verlauf der Erkrankung (Asthmastufenplan). Das Behandlungsziel besteht in der Einschränkung der Bronchialschleimhautentzündung, der Verminderung der bronchialen Überempfindlichkeit und der Verringerung der Atemwegsverengung. Dazu stehen dem Facharzt zwei Wirkstoffgruppen zur Verfügung: die bronchienerweiternden (symptomatisch wirkenden) und die entzündungshemmenden (vorbeugend wirkenden) Medikamente.
Ergänzende Maßnahmen unerlässlich
Selbstkontrolle
Ergänzend zur medikamentösen Behandlung ist die Selbstkontrolle ein wichtiger Bestandteil der Asthmabehandlung. Der Patient kann ganz entscheidend zum besseren Asthmamanagement beitragen, indem er regelmäßig zu Hause mit dem Peak-Flow-Meter die Ausatmungsgeschwindigkeit misst. Die Messungen sollten zwei- bis dreimal täglich erfolgen und in ein Asthma-Tagebuch eingetragen werden. Somit kann der Krankheitsverlauf kontrolliert und rechtzeitig auf eventuelle Verschlechterungen reagiert werden.
Sport – ja bitte!
Es ist mittlerweile zweifelsfrei anerkannt, dass Asthmatiker Sport treiben sollen, da dies eine wirksame Unterstützung im Krankheits-management darstellt.
Ein neuer Ratgeber „Bewusster Leben mit Asthma“ sowie ein Asthma-Tagebuch können kostenfrei unter dem Stichwort „Welt-Asthmatag“ beim Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. angefordert werden:
Deutscher Allergie- und Asthmabund – DAAB
Fliethstr. 114
41061 Mönchengladbach
Fon 0 21 61 – 81 49 40
info@daab.de
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Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB
„Mein Kind will keinen Alkohol“ –
Gemeinsam gegen Alkohol in der Schwangerschaft
Jede zweite Frau trinkt in der Schwangerschaft – 3.000 behinderte Kinder kommen jedes Jahr in Deutschland zur Welt. Zusammen mit der „Stiftung für das behinderte Kind“ setzt sich deshalb Pernod Ricard Deutschland gegen „Alkohol in der Schwangerschaft – Fetales Alkohol Syndrom“ ein und unterstützt die Aufklärungsarbeit der Berliner Charité mit einer nationalen Mediakampagne „Mein Kind will keinen Alkohol!“
Die geistige Behinderung von Kindern ist mit die häufigste Folge des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft. Jedes Jahr kommen in Deutschland über 3.000 Kinder mit alkoholbedingten Schäden – „Fetales Alkohol Syndrom“ (FAS) – zur Welt. Die Menge des getrunkenen Alkohols enscheidet, in welchem Umfang eine Schädigung eintritt. Sicher ist, dass jeder Schluck Alkohol bis zum Kinde gelangt und folgenreiche Schäden verursachen kann: Somit gibt es kein gesundes Maß an Alkohol in der Schwangerschaft! Viele Frauen – und auch ihre Partner – sind nicht ausreichend über die Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft informiert. Oft werden die Gefahren des Trinkens während der Schwangerschaft verharmlost, gar nicht wahrgenommen oder durch gesellschaftlichen Druck in Kauf genommen.
Unterstützt wird die Kampagne von einem starken Frauenteam u. a. durch Silvana Koch-Mehrin, Bettina Wulff, Franziska Knuppe, Liz Baffoe und Silvia Incardona. Sie machen sich in Printanzeigen stark für „Null-Promille in der Schwangerschaft!“
Alain Dufossé, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pernod Ricard Deutschland GmbH: „Gegen Alkohol in der Schwangerschaft sollten Wissenschaft, Politik, Gesellschaft – und auch Spirituosenunternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen. Denn als Spirituosenunternehmen liegt es auch in unserer Verantwortung, aufzuklären und das Bewusstsein für Schädigungen durch Alkohol zu schärfen. Wir rufen all unsere Mitbewerber, die Bier- und Weinindustrie sowie die Medien auf, sich an der Kampagne zu beteiligen!“
Prof. Dr. med. Joachim Wolfram Dudenhausen, Direktor der Kliniken für Geburtsmedizin der Charité Berlin: „Es gibt keinen Zweifel, dass ein Vollrausch über Gymnasium oder Hauptschulabschluss entscheiden kann. Doch auch ein Gläschen kann schädlich sein, für immer. Daher gilt: 0-Promille in der Schwangerschaft!“
Bettina Wulff, Frau des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff: „In der Schwanger-schaft gilt: Kein Gläschen in Ehren. Das Leben und die Gesundheit des Kindes müssen im Vorder-grund stehen. Dafür machen wir uns stark und setzen unser Netzwerk ein – damit 3.000 Babys mehr jedes Jahr einen gesunden Start ins Leben haben.“
www.mein-kind-will-keinen-alkohol.de
Quelle: ots-Originaltext: Pernod Ricard Deutschland GmbH vom 8.4.2010
Müssen Frauen ab 1.7.10 auf Hebammenhilfe verzichten?
Seit Monaten weist der Hebammenverband Krankenkassen und Politik darauf hin, dass durch die steigenden Haftpflichtprämien – bei stagnierenden Einnahmen – verstärkt freiberuflich tätige Hebammen aus der Geburtshilfe gedrängt werden. War es früher selbstverständlich, dass eine Hebamme neben Vorsorge und Wochenbettbetreuung auch Geburten begleitet hat, so ist deren Anteil parallel zum Anstieg der Haftpflichtprämien drastisch gesunken.
Von den freiberuflichen Hebammen sind gerade noch 23 Prozent mit Geburten als Beleghebamme, im Geburtshaus oder zu Hause tätig, obwohl es einen anhaltenden Trend gibt, Stellen für angestellte Hebammen in Kliniken abzubauen und stattdessen ins Belegsystem umzuwandeln. Ab dem 1.7.2010 erreichen die Haftpflichtprämien der Hebammen eine Höhe, die befürchten lässt, dass die Versorgung der Frauen nicht mehr flächendeckend sichergestellt werden kann. Den massiven Prämiensteigerungen stehen Gebühren gegenüber, die ohnehin inakzeptabel niedrig sind. Für die Betreuung einer Geburt, inklusive acht Stunden vor der Geburt und drei Stunden danach, bekommt die Hebamme 237 Euro für eine Geburt im Krankenhaus, 445 Euro für eine Geburt im Geburtshaus und 537 Euro für eine Hausgeburt.
Bei einer Rundumbetreuung, mit Vorsorge, Kursen, Geburt, Wochenbett und Stillzeit betreut eine klinisch tätige Hebamme ca. 30 Frauen im Jahr, außerklinisch etwa 10 Frauen. Bei allen reichen nun die Einnahmen aus der Geburtshilfe gerade mal zur Deckung des neuen Versicherungsbeitrages von 3.689 Euro.
Auch ohne Geburtshilfe ist es um die Einkommen der freiberuflichen Hebammen nicht rosig bestellt. Für einen Hausbesuch im Wochenbett erhält die Hebamme 26,52 Euro. Nach Abzug aller Kosten bleiben davon durchschnittlich 7,50 Euro. Durch diese Schieflage zwischen Einkommen und Ausgaben ist die Existenz vieler Hebammen akut gefährdet!
Deshalb hatte der Deutsche Hebammenverband große Hoffnungen in die Verhandlungen mit den Krankenkassen über den „Ausgleich der Haftpflichtprämienerhöhung“ gesetzt. Leider wurden diese Verhandlungen am 29. März 2010 für gescheitert erklärt. „Der Grund für das Scheitern“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes, „sind die Spitzenverbände der Krankenkassen, die nicht bereit sind, die Vergütung für Hebammenleistungen auf ein Niveau anzuheben, das der hohen Verantwortung des Hebammenberufes gerecht wird und die massiv gestiegenen Versicherungsprämien kompensieren könnte. Die Schieflage wird zu einem reduzierten Angebot außerklinischer Geburtshilfe und Beleggeburten führen. Dadurch wird zukünftig das Recht der Frauen auf eine freie Wahl des Geburtsortes ausgehebelt“, so die Präsidentin.
Verschärft wird diese Situation auch dadurch, dass zunehmend wohnortnahe geburtshilfliche Abteilungen an Kliniken aus Rentabilitätsgründen schließen. Dies könnte innerhalb weniger Jahre zu einer Monopolstellung großer geburtshilflicher Versorgungszentren führen. Auf dem freien Markt bewirken Monopolisierung und fehlende Konkurrenz immer eine Reduzierung, bzw. Verschlechterung des Leistungsangebotes. Dies befürchtet der Hebammenverband nun auch für die geburtshilfliche Situation in den Krankenhäusern. Die Leidtragenden sind die Mütter und Kinder mit ihren Familien, die dieser desolaten Versorgungssituation ausgeliefert sind.
„Wir werden es nicht einfach so hinnehmen, dass Hebammen wegen der drückenden Last der Haftpflichtprämien und der unzureichenden Anpassung der Gebühren die Geburtshilfe aufgeben müssen“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes. „Zumal die Erhöhung der Haftpflichtprämie nicht durch einen Anstieg der Schadensfälle verursacht worden ist, sondern durch massiv angestiegene Pflegekosten der Geschädigten. Deshalb dürfen diese hohen Schadensaufwendungen auch nicht den Hebammen aufgebürdet werden. Wenn es in dieser Angelegenheit keine zeitnahe Korrektur gibt, wird die flächendeckende Versorgung spätestens zum 1.7.2010 zusammenbrechen. Deshalb appellieren wir an die Politik! Wenn sie ihrem Sicherstellungssauftrag nachkommen will, muss sie sich gemeinsam mit uns für eine rasche politische Lösung einsetzen“, so die Vorsitzende abschließend.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes e.V. vom 7.4.2010
Zukunftspläne
In der Schwangerschaft hatte ich sehr viel Zeit zum Nachdenken. Meine Verwandtschaft auch. Um mich herum wurden diverse Pläne geschmiedet, aber mich fragte weiter keiner.
Rückblickend war ich noch ein Kind, aber ich bekam ein Baby. Hin und her gerissen zwischen Wunsch und Wirklichkeit saß ich da. Wir waren das, was man heute ein Patchworkfamilie nennt. Die Familien meiner beiden Mütter, waren dermaßen unterschiedlich geprägt, dass ich immer für einen Teil von ihnen etwas falsch machte. Nun wohnte ich aber bei der “richtigen” Familie, hörte nichts von meinem Vater, den Geschwistern und auch nicht von seiner Frau.
Also fühlte ich mich ihnen verplichtet. Unterschwellig wurde auch tagtäglich daür gesorgt, dass ich nie vergaß wie dankbar ich zu sein hatte.
Im Haus meiner Oma wurde eine Dachwohnung frei. Sie war möbliert und dort sollte ich einziehen. Dieses Haus war damals schon uralt, kalt und feucht. Es gab einen Kohleofen, der ständig ausging. Im Winter hatte man Eiszapfen am Fenster und im Sommer ging man da oben ein.
Meine Oma war zunächst nur mäßig begeistert.
Und ich? Horror! Mir standen die Haare zu Berge!!
Ich hasste damals schon Abhängigkeiten.
Also plante ich alleine vor mich hin. Im Februar war der Errechnete Termin. Im März wurde die Wohnung frei, und ich ergab mich zunächst meinem Schicksal.
Nunja, nicht so ganz, denn ein Anruf in einem der Krankenhäuser öffnete mir eine winzige Tür. Sie suchten dringend eine Hebamme. Allerdings viel früher, sofort und am besten gestern.
Trotzdem schwebte ich auf Wolken, soweit es mit dickem Bauch möglich war. Meine Hoffnung war, dass in diesem alten Gemäuer so schnell keine Kollegin arbeiten wollen würde. Eine kleine Stadt am Rande der Ruhrgebiets war und ist sicher auch nicht sonderlich attraktiv.
Blieb noch das neue Haus. in dem ich mein Kind bekommen wollte.
