Archive for Juni, 2010

 

Petitionsrekord für Hebammen

Dankeschön!!!!!

Ob elektronisch oder handschriftlich: Der Petitionsrekord ist gebrochen.
Herzlichen Dank an die Unterstützerinnen
und alle, die Stimmen gesammelt und für die Sache der Hebammen geworben haben.

Das war eine unglaublich erfolgreiche Petition: Nach Ablauf der Zeichnungsfrist am 17.Juni um 24 Uhr beträgt der aktuelle Stand der Petition
des Deutschen Hebammenverbandes 105.386 elektronisch und 80.970 schriftliche Zeichnungen.

Jetzt kommt es auf den Termin im Petitionsausschuss an:
Was wir fordern, könnt ihr beim Anhang lesen.
Die Hauptforderung ist und bleibt: Uns SOFORT mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Die Aktivitäten des DHV waren in den letzten Wochen darauf ausgerichtet, noch vor der Sommerpause einen Termin des Petitionsausschusses des Bundestages zu erhalten.
Dass der Termin bereits am 28. Juni, also nur 11 Tage (!) nach Petitionsende stattfinden wird,
ist ein großer Erfolg.

Ihr könnt live dabei sein.
Hier geht es zum Parlamentsfernsehen:
http://www.contentforce.de/iptv/player/ … layer.html

Liebe Grüße

Renate Egelkraut

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Aktionskomitee Kind im Krankenhaus warnt

vor Zerschlagung von Versorgungsstrukturen

Mitte Juni wird auf Antrag der Krankenkassen der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut einen Beschluss fassen zur Versorgung von Früh- und Risikogeborenen in Deutschland. Wie schon unter Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, streben die Kassen offensichtlich unter dem Deckmantel der „Mindestmengen-Regelung“ eine massive Reduzierung der Kinderintensiv-Abteilungen an. Damit aber droht nach Ansicht des Elterverbandes Aktionskomitee Kind im Krankenhaus (AKIK e.V.) die generelle Zerschlagung von guten medizinischen Versorgungsstrukturen für kranke Kinder in Deutschland.
Die Behandlungsqualität von Früh- und Neugeborenen befindet sich in Deutschland auf einem sehr guten Niveau. Auf Betreiben der Kassen und einiger Gruppierungen wurden dennoch binnen kurzer Zeit vom Gemeinsamen Bundesausschuss vier Beschlüsse mit weitreichender Bedeutung verbindlich vorgeschrieben, die massiv in die deutsche Kinderkrankenhaus-Versorgung eingriffen. Drei der vier Beschlüsse beziehen sich auf sogenannte Mindestmengen von sehr kleinen Frühgeborenen mit einem Gewicht von unter 1.500 Gramm. Welche Strukturveränderungen diese Beschlüsse tatsächlich verursacht haben, wird sich erst in einiger Zeit herausstellen. Obwohl vom G-BA als auch vom Bundesgesundheitsministerium gefordert, liegt immer noch keine Bewertung der Auswirkung der bisherigen Beschlüsse vor. Eine hervorragende Übersicht sowie Vorschläge zu einer Optimierung der neonatologischen Versorgung in Deutschland erschien kürzlich in der Zeitschrift „Das Krankenhaus“ (Jochum, F./Sonntag, J./Sinnecker „Optimiert e neonatologische Versorgung in Deutschland“).
„Ohne Abschätzung der Auswirkungen beispielsweise auf die Notfallversorgung von Frühchen jetzt schon wieder eine Erhöhung der Mindestmengen ins Spiel zu bringen, ist unverantwortlich von den Kassen“, so Julia von Seiche-Nordenheim, Sprecherin des AKIK e.V.
Seit vielen Jahren tritt das AKIK für eine qualitativ gute, flächendeckende Versorgung von kranken Kindern und Jugendlichen ein. Grundsätzlich begrüßt der Verband jede Verbesserung bei Behandlung kranker Kinder. Wichtig seien vor allem die Erfassung der Komplikationsraten sowie die Vermeidung von Frühgeburten an sich. „Als Qualitätskriterium aber ausschließlich die behandelte Fallzahl an Frühgeborenen gelten zu lassen, ist allerdings entschieden zu kurz gegriffen, entspricht nicht wissenschaftlichen Kriterien und gefährdet die Versorgungsstrukturen insgesamt für kranke Kinder und Jugendliche“, ist die Verbandsvorsitzende überzeugt.

Quelle: Pressemitteilung des Aktionskomitees Kind im Krankenhaus e.V. vom 9.6.2010

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Botschaft der Hebammen ist angekommen.

Gesundheitsminister sagt Unterstützung zu

Es war eher ein Arbeitstreffen als ein Antrittsbesuch.

Wegen der dramatischen Situation der freiberuflichen Geburtshilfe hat sich der Deutsche Hebammenverband an das Gesundheitsministerium gewandt. Wie zu erwarten gab es keine sofortigen Lösungsangebote, um die steigenden Haftpflichtprämien für freiberufliche Geburtshilfe ab dem 1.7.2010 zu kompensieren.

Stattdessen wurden in wohlwollender und wertschätzender Atmosphäre klare Abmachungen zwischen Gesundheitsminister Philipp Rösler und Martina Klenk, der Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, getroffen. Der Minister versprach zeitnahe Treffen zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Spitzenverband der Krankenkassen bzw. dem Gesamtverband der Versicherungswirtschaft.

Auch ein runder Tisch zwischen dem Gesundheitsministerium, dem Familienministerium und dem Arbeitsministerium ist geplant, um die Zuständigkeiten für die Belange der Hebammen zu klären. Wenn ein Hebammensterben verhindert werden soll, müssen noch dieses Jahr die Weichen gestellt werden.

Entweder müssen Hebammen so viel verdienen, dass sie davon die Versicherung zahlen können, oder es müsste als Zwischenlösung ein Fond zur Finanzierung der Haftpflichtprämie bereitgestellt werden. Im Ministerium ist bekannt, dass ab Juli 10 Prozent der Geburtshäuser keine Geburten mehr betreuen und flächendeckend kleine geburtshilfliche Abteilungen vor dem Aus stehen, wenn die dort arbeitenden freiberuflichen Beleghebammen aus ökonomischen Gründen die Geburtshilfe aufgeben.


Eine gute Hebammenbetreuung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist Volkeswille. Das haben die knapp 100.000 Unterzeichner der E-Petition zum Ausdruck gebracht. Bis zum 17. Juni kann die Petition für die Sicherstellung freiberuflicher Hebammenhilfe noch unterzeichnet werden. Weitere Hintergrundinformationen zur E-Petition unter www.hebammenverband.de


Quelle: Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes vom 26.5.2010

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