Väter sitzen länger im Büro als Kinderlose
Väter, die Teilzeit arbeiten oder gar Hausmänner, die sich um die Kinder kümmern, sind heute keine Seltenheit mehr – oder eben doch? Das deutsche Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung fand kürzlich heraus, dass junge Väter meist sogar länger arbeiten als ihre kinderlosen Arbeitskollegen.
Bis zu zwei Stunden wöchentlich arbeiten Väter länger als ihre Kollegen ohne Kinder.
Auf dieses Ergebnis kam das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) dank «Mikrozensus 2010», einer Haushaltsbefragung vom vergangenen Jahr. Der Untersuchung zufolge arbeiten 25- bis 39-jährige Väter im Wochenschnitt zwei Stunden länger als ihre Kollegen ohne Kinder. Ebenfalls ein interessanter Trend zeigt sich bei den Arbeitszeiten der Ü40-Männer: Während Alleinstehende dann eher weniger arbeiten, steigt die Anzahl Arbeitsstunden bei Familienvätern sogar etwas an.
So festige sich die klassische Rollenverteilung in der Familiendynamik, erläutert Bujard gegenüber Spiegel Online. Ist also die Gleichberechtigung in der Arbeitswelt und das lockere, unkonventionelle Familienbild der Gegenwart etwa nur eine Illusion? So sei es dann doch nicht ganz, sagt Bujard. Väter seien generell durchaus bereit, ihr Engagement für die Familie auch mal in den Haushalt zu verlagern. «Um innerhalb der Familie für eine gerechtere Arbeitsverteilung zu sorgen, brauchen Väter offensichtlich Unterstützung und Anreize seitens der Liebsten.»
Quelle: Spiegel Online
Elterngeld: Väterbeteiligung im Jahresverlauf 2009 weiter gestiegen
Der Anteil der Väter, die Elterngeld in Anspruch nehmen, ist auch im Jahresverlauf 2009 weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben Väter bei rund 157.000 der insgesamt 665.000 im Jahr 2009 geborenen Kinder Elterngeld bezogen. Dies entspricht einer Väterbeteiligung von 23,6 Prozent. Wie bereits im Jahr 2008, ist die Väterbeteiligung im Zeitverlauf angestiegen; und zwar von 23,0 Prozent im ersten Quartal auf 23,9 Prozent im dritten und vierten Quartal. Mütter bezogen in durchschnittlich 96 Prozent der Fälle Elterngeld.
Am häufigsten bezogen nach wie vor Väter in Sachsen (30,7 Prozent) Elterngeld, gefolgt von Bayern (30,2 Prozent) und Berlin (29,6 Prozent). In Sachsen stieg die Väterbeteiligung von 29,9 Prozent im ersten auf 32,0 Prozent im vierten Quartal 2009. Die mit Abstand geringste Inanspruchnahme des Elterngeldes gab es bei Vätern im Saarland (14,0 Prozent). Aber auch hier stieg die Quote an: von 12,2 Prozent im ersten auf 14,9 Prozent im vierten Quartal.
Veränderungen bei der Dauer der Inanspruchnahme gab es kaum. Nach wie vor bezogen drei von vier Vätern Elterngeld für maximal zwei Monate. Der Anteil der Väter mit einer zweimonatigen Bezugsdauer an allen Vätern mit Elterngeldbezug ist im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, und zwar von rund 72 Prozent auf fast 75 Prozent. Mütter bezogen weiter in neun von zehn Fällen das Elterngeld für zwölf Monate.
Der durchschnittliche Elterngeldanspruch von Vätern, die vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, lag im ersten Bezugsmonat bundesweit bei 1.171 Euro und damit mehr als ein Drittel (36 Prozent) höher als der vergleichbare Anspruch bei Müttern (861 Euro). Während der Anspruch bei Vätern sich im ersten Bezugsmonat um 40 Euro (+ 3,5 Prozent gegenüber 2008) erhöhte, stieg der Anspruch bei den Müttern um durchschnittlich 17 Euro beziehungsweise 2,0 Prozent.
Detaillierte Ergebnisse der Elterngeldstatistik für im Jahr 2009 geborene Kinder sind abrufbar im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de/publikationen) unter dem Stichwort „Elterngeld“. Bei der Elterngeldstatistik steht die rückwirkende Betrachtung der beendeten Leistungsbezüge im Vordergrund. Aussagen über die aktuelle Inanspruchnahme des Elterngeldes sind damit nicht möglich.
Quelle: ots-Originaltext: Statistisches Bundesamt vom 19.5.2011
Mein Baby wird ein Mädchen!
Mir fiel nämlich kein Jungenname ein. Daran kann man vielleicht sehen, wie kindisch ich noch war.
Alle Versuche mir einen Jungennamen schmackhaft zu machen waren vergebens. Zum Glück war wenigstens mein schreckliche Überlkeit verschwunden. Im Rückblick war sie mit Sicherheit nicht unerheblich mit der großen Belastung zu erklären.
Freund weg, Examen, mein gespanntes Verhältnis zu meinem Elternhaus und die Verwandtschaft waren wohl etwas viel. Ich nahm insgesamt nur acht Kilo zu. Und das, obwohl ich ständig nur “herumhing”. Vor lauter Langeweile begann ich wieder zu häkeln und zu stricken. Ich hasse Handarbeiten!!!
Aber meine Oma liebte ich sehr, und ich wollte wenigstens etwas Dankbarkeit zeigen.
Natürlich kreisten meine Gedanken vorrangig um meine Zukunft. Es musste etwas geschehen. Das war klar.
Damals hatte mach acht Wochen Mutterschutz, es gab weder Kindergeld, kein Elterngeld und über etwaige Beihilfen war ich nicht informiert.
Im örtlichen Krankenhaus zu arbeiten kam nicht in Frage. Dort wurde eine miserable Geburtshilfe praktiziert. In der benachbarten Kreisstadt gab es zwei Krankenhäuser. Eines davon wollte ich testen, indem ich dort selber entbinden würde. Es war ein Neubau und sehr modern eingerichtet.
Die zweite Option war ein altes Haus, in dem ich selber geboren wurde.
Aber wie sollte das gehen? Ein Baby und voll arbeiten? Dazu kam noch ein weiter Fahrweg. Da saß ich nun fest. Ausgerechnet ich mit meinen hochfliegenden Plänen. Kleinstadtmief und Dorftratsch statt großer weiter Welt-
Ich wusste zum Glück nicht, dass mich mein Fernweh nie verlassen würde.
