Zu viel Essen endet als Müll
Jeder zweite Kopfsalat, jedes fünfte Brot landen in Deutschland im Müll statt im Magen. Weggeworfene Lebensmittel kosten die Welt wertvolle Ressourcen und den Verbraucher viel Geld. Mit Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung machen heute Brot für die Welt, der Evangelische Entwicklungsdienst und Slow Food auf die Vergeudung aufmerksam. test.de gibt Tipps, wie jeder etwas dagegen tun kann.
15 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall
Wenn alle in Deutschland weggeworfenen Lebensmittel auf eine Waage kämen, würde diese ein Gewicht von 20 Millionen Tonnen anzeigen. Die Vergeudung kostet jeden Bundesbürger im Jahresdurchschnitt 330 Euro. Die Welt verliert ohne Not wertvolle Ressourcen – Wasser, Energie, Dünger, Pestizide und zum Teil Regenwaldfläche. Auch das Klima wird belastet, Verpackungsmüll bleibt unentsorgt. Das alles erscheint unverantwortlich – gerade vor dem Hintergrund, das etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern und sich das Klima auf der Welt verändert.
Abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum, verdorbene Ware
Warum werfen die Bundesbürger so viel weg? Das Bundesministerium für Verbraucherschutz hat kürzlich einige Bürger nach den Gründen befragt: 84 Prozent der Befragten gaben an, Lebensmittel zu entsorgen, weil sie verdorben seien oder das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen. Etwa 25 Prozent erklärten, oft zu viel zu kaufen. 19 Prozent nennen zu große Packungen als Hauptgrund und 16 Prozent der Bürger trennen sich vorzeitig von Lebensmitteln, weil sie ihnen nicht schmecken. Immerhin 69 Prozent der Befragten gestanden, dass sie beim Wegwerfen von Lebensmitteln ein schlechtes Gewissen haben. In einer Studie soll jetzt genauer ermittelt werden, welche Lebensmittel und wie viel genau als Abfall enden. Erste Ergebnisse sind für Ende 2011 angekündigt.
Müllproblem nicht nur in Deutschland
Doch nicht nur Deutschland hat ein Müllproblem. Alle Industriestaaten und sogar auch arme Länder leiden darunter. Dort verdirbt Nahrung, weil Lager und geeignete Verpackungen fehlen. Laut FAO geht etwa ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion als Abfall verloren. Der Auftakt eines schlimmen Kreislaufs: Je mehr Essen im Müll landet, desto stärker wächst die Nachfrage nach Rohstoffen. Die Preise steigen, arme Menschen können die Nahrung nicht mehr bezahlen.
Dokumentarfilm „Taste the Waste“
Der aktuelle Dokumentarfilm „Taste the Waste“ und das ergänzende Buch „Die Essensvernichter“ von Valentin Thurn prangern diese Missstände an. Einige Thesen: Das Überangebot an Lebensmitteln und ihre niedrigen Preise verführe die Menschen, mehr zu kaufen als sie essen können. Doch nicht nur der Verbraucher, auch der Handel trage Verantwortung. Dort würden Salate wegen eines braunen Blatts ausgemustert, ganze Stiegen mit Pfirsichen landeten wegen einer einzigen faulen Frucht auf dem Müll. Früchte mit Schönheitsfehlern erreichen den Handel nach den Recherchen von Thurn erst gar nicht: Landwirte mustern zum Beispiel Äpfel mit großen Schorf-Flechen aus oder Möhren mit zwei Trieben.
Wertschätzung für Lebensmittel gefragt
Inzwischen treten zahlreiche Akteure gegen die Lebensmittelverschwendung auf den Plan. Sie plädieren dafür, Lebensmittel wieder stärker wertzuschätzen. Das kann unter anderem durch den Kauf von Bio-Lebensmitteln gelingen. Sie stehen für eine umweltverträgliche und tiergerechte Produktion. Auf die Herkunft der Öko-Ware ist nach den bisherigen Testergebnissen der Stiftung Warentest meist Verlass. Dafür müssen Konsumenten zwar einen höheren Preis zahlen, doch sie unterstützen eine nachhaltige Landwirtschaft. Auch fair gehandelte Lebensmittel versprechen einen besonderen Wert, nämlich dass die Menschen in der Herstellungskette fair behandelt und angemessen bezahlt wurden. Auch regionale Lebensmittel können Nachhaltigkeit bieten. Sie stellen in Aussicht, dass sie nicht weit transportiert wurden und die Region stärken. Doch nach Recherchen der Stiftung Warentest ist darauf nicht immer Verlass: Regionale Lebensmittel: Herkunft oft unklar (test 04/2011)
Weitere Tipps bei Stiftung Warentest
Keine Einigung:
SPD und Grüne scheitern mit Anträgen zum gesunden Aufwachsen von Kindern
Der Familienausschuss hat in seiner heutigen Sitzung die Anträge der SPD (17/3178) und Bündnis 90/Die Grünen (17/3863), in denen die beiden Fraktionen die Bundesregierung auffordern, verstärkt mit den Ländern in der Gesundheitsförderung und Gesundheitsprävention bei Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten, mit den Stimmen der CDU/CSU- und der FDP-Fraktion mehrheitlich abgelehnt.
Obwohl die beiden Anträge inhaltlich sehr ähnlich seien, wie Vertreter beider Oppositionsfraktionen betonten, enthielten sich die Sozialdemokraten in der Abstimmung über den Antrag der Grünen der Stimme und umgekehrt.
Die Fraktion Die Linke hingegen stimmten beiden Anträgen zu. SPD und Grüne berufen sich in ihren Anträgen auf die Ergebnisse des 13. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung (16/12860). Dieser habe gezeigt, dass sich die gesundheitlichen Risiken bei circa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen konzentrierten. Besonders stark betroffen seien Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien und Migrantenfamilien. Soziale Benachteiligungen, Umweltbelastungen und schlechte Ernährung würden zu gesundheitlichen Problemen führen. Zugleich sei eine dramatische Verlagerung der Krankheitsbilder von den akuten zu den chronischen und von den somatischen zu den psychischen Störungen zu beobachten. Fehlende Bewegung, ungesunde und einseitige Ernährung, Leistungsdruck und ein zunehmender Medienkonsum seien dafür wesentliche Ursachen.
Auch die Linksfraktion verwies in der Ausschusssitzung auf die deutlich schlechteren Chancen von Kindern- und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien auf ein gesundes Aufwachsen. Die Vertreter der CDU/CSU- und der FDP-Fraktion hingegen kritisierten, dass die Anträge die vielfältigen Initiativen der Regierung zur Gesundheitsfürsorge und Prävention bei Kindern und Jugendlichen verschwiegen. In der Praxis seien auf diesem Gebiet zunächst einmal Länder und Kommunen zuständig. Zur Bestandsaufnahme des Kinder- und Jugendberichts gehöre auch, dass etwa 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland gesund und gut aufwüchsen.
Quelle: heute im Bundestag vom 19.1.2011
Ich frage mich wirklich wie ich hier gelandet bin….
Als Hebamme mit 35 Berufsjahren im Rücken, treibe ich mich nun auch noch bei WordPress herum. Die meisten Leute in meinem Alter machen es sich gemütlich, surfen vielleicht ein wenig herum, oder wollen mit Computern nichts zu tun haben.
Und ich? Warum tue ich mir das an? Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht so genau. Mir fehlt das auch das Vorstellungvermögen um zu denken, dass mein Alltag interessant sein könnte.
Deswegen werde ich hier natürlich auch Wichtiges, Pressemeldungen und Ähnliches aus meinem Fachgebiet unterbringen. Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, stillen und Beikost bzw. Ernährung sind die Bereiche, in denen ich mich sicher bewege. Mit Babys im Bauch und draußen kenne ich mich wirklich aus.
Zuerst muss ich mich allerdings mit der Technik vertraut machen, und mich etwas umschauen.
Da wäre schon wieder die Frage: warum tue ich mir so etwas an?
Weil ich neugierig bin, Computerechnik fazinierend finde, auch wenn sie mich zur Verzweiflung treibt und ich nicht einrosten will. Alle Welt bloggt, networkt und twittert, warum also nicht auch ich?
Was dabei herauskommt, werden wir ja sehen.
Nun ist er da, der Blog!
Und was mache ich damit? Dazu sollte man sich schon ein paar Gedanken machen, fand ich. Zwar sind meine Überlegungen ganz sicher noch nicht zu Ende, trotzdem ein paar davon vorab.
