Botschaft der Hebammen ist angekommen.

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Gesundheitsminister sagt Unterstützung zu

Es war eher ein Arbeitstreffen als ein Antrittsbesuch.

Wegen der dramatischen Situation der freiberuflichen Geburtshilfe hat sich der Deutsche Hebammenverband an das Gesundheitsministerium gewandt. Wie zu erwarten gab es keine sofortigen Lösungsangebote, um die steigenden Haftpflichtprämien für freiberufliche Geburtshilfe ab dem 1.7.2010 zu kompensieren.

Stattdessen wurden in wohlwollender und wertschätzender Atmosphäre klare Abmachungen zwischen Gesundheitsminister Philipp Rösler und Martina Klenk, der Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, getroffen. Der Minister versprach zeitnahe Treffen zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Spitzenverband der Krankenkassen bzw. dem Gesamtverband der Versicherungswirtschaft.

Auch ein runder Tisch zwischen dem Gesundheitsministerium, dem Familienministerium und dem Arbeitsministerium ist geplant, um die Zuständigkeiten für die Belange der Hebammen zu klären. Wenn ein Hebammensterben verhindert werden soll, müssen noch dieses Jahr die Weichen gestellt werden.

Entweder müssen Hebammen so viel verdienen, dass sie davon die Versicherung zahlen können, oder es müsste als Zwischenlösung ein Fond zur Finanzierung der Haftpflichtprämie bereitgestellt werden. Im Ministerium ist bekannt, dass ab Juli 10 Prozent der Geburtshäuser keine Geburten mehr betreuen und flächendeckend kleine geburtshilfliche Abteilungen vor dem Aus stehen, wenn die dort arbeitenden freiberuflichen Beleghebammen aus ökonomischen Gründen die Geburtshilfe aufgeben.


Eine gute Hebammenbetreuung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist Volkeswille. Das haben die knapp 100.000 Unterzeichner der E-Petition zum Ausdruck gebracht. Bis zum 17. Juni kann die Petition für die Sicherstellung freiberuflicher Hebammenhilfe noch unterzeichnet werden. Weitere Hintergrundinformationen zur E-Petition unter www.hebammenverband.de


Quelle: Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes vom 26.5.2010

Töpfer: Lange Tradition und Erfahrung mit Naturprodukten

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Zu Beginn meines eigenen Lebens hat man mich schon das Kleiebad von Töpfer gesetzt. Natürlich weiß ich es nicht mehr, aber man bekommt solche Dinge in der Familie erzählt. Als ich Hebamme wurde war die Firma immer noch da, und hat mich so bis heute mein Leben lang begleitet.

1936 gegründet bedeutet natürlich nicht, dass sich nichs geändert hätte. Im Gegenteil: Das Sotiment hat sich erheblich erweitet und wird den jeweiligen Erkenntnissen angepasst.

Unabhängig getestet. mit neuen Zutaten wie beispielsweise Olivenöl und wie gewohnt schadstofffrei.  Zur Information für Sie ein Faltblatt zum Download

Empfehlungen zur Prävention von sexuellem Missbrauch

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Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat Empfehlungen zur Prävention von sexuellem Missbrauch und zum Verhalten bei Missbrauchsfällen herausgegeben. Sie richten sich insbesondere an die Dienste und Einrichtungen der Caritas in der Kinder- und Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, aber auch an andere Dienste, in denen besondere Abhängigkeitsverhältnisse bestehen.
Die Empfehlungen enthalten Regelungen zur Prävention sexuellen Missbrauchs, die dazu beitragen sollen, Risiken frühzeitig zu erkennen und sie ansprechen zu können. Dazu gehören eine vorsorgende Personalpolitik, klare Verhaltensregeln für Mitarbeitende und eine Stärkung der Rechte von Schutzbefohlenen bzw. ihrer Angehörigen. Die Empfehlungen fordern einen sensiblen Umgang mit Fragen von Nähe und Distanz in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und behinderten Menschen. Bei Hinweisen auf sexuellen Missbrauch bzw. bei einem begründeten Verdacht stehen das Wohl der Schutzbefohlenen und die konsequente Aufklärung im Zentrum der Empfehlungen. Die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden ist eindeutig geregelt.
Die Empfehlungen knüpfen an eine langjährige verbandliche Diskussion und vielfältige Initiativen im Umgang mit dieser Thematik an. In zahlreichen Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe gibt es bereits Material zum Thema und Schulungs- und Supervisionsangebote für Mitarbeitende zu Fragen in diesem Kontext.

Die Empfehlungen des DCV wollen einen Beitrag leisten, die Diskussion in den Einrichtungen und Diensten, die sich dem Wohl von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung verpflichtet sehen, dahin gehend anzuregen, Strukturen zu überprüfen und zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit diesem Thema einzuladen. Die Empfehlungen wurden in Abstimmung mit den Diözesan-Caritasverbänden und mit Fachverbänden erarbeitet. In einem zweiten Schritt werden vorhandene Materialien zum Thema zusammengestellt und sollen so den Austausch innerhalb des Verbandes fördern und die Verantwortlichen in den Einrichtungen in ihrer Arbeit unterstützen.
Die Empfehlungen sind zu finden unter:

www.caritas.de/2340.asp
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes e.V. vom 27.4.2010

Welt-Asthmatag 4.5.2010

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Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung, die in Deutschland 4 Millionen Erwachsene und circa 1 Million Kinder betrifft. Zum Welt-Asthmatag fordert der DAAB mehr Aufklärung über das Krankheitsbild. Anlässlich des Welt-Asthmatages erscheinen eine neue Broschüre „Bewusster Leben mit Asthma“ und ein Asthma-Tagebuch.

Die ersten Anzeichen
Speziell die Pollenzeit, die warmen Sommertage und die erhöhten Ozonwerte können bei Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen schnell zu stärkeren Beschwerden führen.

Betroffene sollten auf die typischen Krankheitsanzeichen achten und schnell reagieren:
·         Allgemeines Unwohlsein, starkes Schwitzen
·         verstärkter Husten, Räuspern
·         Warnsymptome: Abfall des Peak-Flow-Wertes (Atemstromstärke)
·         zunehmende Atemnot – auch in Ruhe
·         Verringerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
·         erhöhter Bedarf an bronchien-erweiternden Medikamenten.

Vorbeugen ist die beste Strategie!
Um erst gar nicht einen Krankheitsschub auszulösen, sollten Patienten folgendes beachten:
·         Inhalieren Sie Ihre Medikamente regelmäßig.
·         Allgemeine Empfehlungen wie Verzicht auf Nikotin und Alkohol, eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität.
·         Nehmen Sie an einer Asthmaschulung teil.
·         Eigenkontrolle: Messen Sie regelmäßig Ihren Peak-Flow-Wert und passen die Medikamente der jeweiligen Situation an.
·         Üben Sie regelmäßig atemerleichternde Stellungen.
·         Meiden Sie sportliche Aktivitäten im Freien bei hohen Ozonwerten.

Die Behandlung
Falls alle präventiven Maßnahmen nicht greifen und sich die Beschwerden dennoch verschlechtern, sollten Sie frühzeitig den Arzt aufsuchen. Generell gilt, dass die Asthmatherapie individuell an den jeweiligen Patienten mit seinem persönlichen Schweregrad und seiner persönlichen Ausprägung angepasst werden muss. Die Wirkstoffe und deren Dosierungen variieren daher mit dem Verlauf der Erkrankung (Asthmastufenplan). Das Behandlungsziel besteht in der Einschränkung der Bronchialschleimhautentzündung, der Verminderung der bronchialen Überempfindlichkeit und der Verringerung der Atemwegsverengung. Dazu stehen dem Facharzt zwei Wirkstoffgruppen zur Verfügung: die bronchienerweiternden (symptomatisch wirkenden) und die entzündungshemmenden (vorbeugend wirkenden) Medikamente.

Ergänzende Maßnahmen unerlässlich

Selbstkontrolle
Ergänzend zur medikamentösen Behandlung ist die Selbstkontrolle ein wichtiger Bestandteil der Asthmabehandlung. Der Patient kann ganz entscheidend zum besseren Asthmamanagement beitragen, indem er regelmäßig zu Hause mit dem Peak-Flow-Meter die Ausatmungsgeschwindigkeit misst. Die Messungen sollten zwei- bis dreimal täglich erfolgen und in ein Asthma-Tagebuch eingetragen werden. Somit kann der Krankheitsverlauf kontrolliert und rechtzeitig auf eventuelle Verschlechterungen reagiert werden.

Sport – ja bitte!
Es ist mittlerweile zweifelsfrei anerkannt, dass Asthmatiker Sport treiben sollen, da dies eine wirksame Unterstützung im Krankheits-management darstellt.

Ein neuer Ratgeber „Bewusster Leben mit Asthma“ sowie ein Asthma-Tagebuch  können kostenfrei unter dem Stichwort „Welt-Asthmatag“ beim Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. angefordert werden:
Deutscher Allergie- und Asthmabund – DAAB
Fliethstr. 114
41061 Mönchengladbach
Fon 0 21 61 – 81 49 40
info@daab.de


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Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB

„Mein Kind will keinen Alkohol“ –

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Gemeinsam gegen Alkohol in der Schwangerschaft
Jede zweite Frau trinkt in der Schwangerschaft – 3.000 behinderte Kinder kommen jedes Jahr in Deutschland zur Welt. Zusammen mit der „Stiftung für das behinderte Kind“ setzt sich deshalb Pernod Ricard Deutschland gegen „Alkohol in der Schwangerschaft – Fetales Alkohol Syndrom“ ein und unterstützt die Aufklärungsarbeit der Berliner Charité mit einer nationalen Mediakampagne „Mein Kind will keinen Alkohol!“
Die geistige Behinderung von Kindern ist mit die häufigste Folge des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft. Jedes Jahr kommen in Deutschland über 3.000 Kinder mit alkoholbedingten Schäden – „Fetales Alkohol Syndrom“ (FAS) – zur Welt. Die Menge des getrunkenen Alkohols enscheidet, in welchem Umfang eine Schädigung eintritt. Sicher ist, dass jeder Schluck Alkohol bis zum Kinde gelangt und folgenreiche Schäden verursachen kann: Somit gibt es kein gesundes Maß an Alkohol in der Schwangerschaft! Viele Frauen – und auch ihre Partner – sind nicht ausreichend über die Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft informiert. Oft werden die Gefahren des Trinkens während der Schwangerschaft verharmlost, gar nicht wahrgenommen oder durch gesellschaftlichen Druck in Kauf genommen.
Unterstützt wird die Kampagne von einem starken Frauenteam u. a. durch Silvana Koch-Mehrin, Bettina Wulff, Franziska Knuppe, Liz Baffoe und Silvia Incardona. Sie machen sich in Printanzeigen stark für „Null-Promille in der Schwangerschaft!“
Alain Dufossé, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pernod Ricard Deutschland GmbH: „Gegen Alkohol in der Schwangerschaft sollten Wissenschaft, Politik, Gesellschaft – und auch Spirituosenunternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen. Denn als Spirituosenunternehmen liegt es auch in unserer Verantwortung, aufzuklären und das Bewusstsein für Schädigungen durch Alkohol zu schärfen. Wir rufen all unsere Mitbewerber, die Bier- und Weinindustrie sowie die Medien auf, sich an der Kampagne zu beteiligen!“
Prof. Dr. med. Joachim Wolfram Dudenhausen, Direktor der Kliniken für Geburtsmedizin der Charité Berlin: „Es gibt keinen Zweifel, dass ein Vollrausch über Gymnasium oder Hauptschulabschluss entscheiden kann. Doch auch ein Gläschen kann schädlich sein, für immer. Daher gilt: 0-Promille in der Schwangerschaft!“
Bettina Wulff, Frau des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff: „In der Schwanger-schaft gilt: Kein Gläschen in Ehren. Das Leben und die Gesundheit des Kindes müssen im Vorder-grund stehen. Dafür machen wir uns stark und setzen unser Netzwerk ein – damit 3.000 Babys mehr jedes Jahr einen gesunden Start ins Leben haben.“
www.mein-kind-will-keinen-alkohol.de


Quelle: ots-Originaltext: Pernod Ricard Deutschland GmbH vom 8.4.2010

Müssen Frauen ab 1.7.10 auf Hebammenhilfe verzichten?

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Seit Monaten weist der Hebammenverband Krankenkassen und Politik darauf hin, dass durch die steigenden Haftpflichtprämien – bei stagnierenden Einnahmen – verstärkt freiberuflich tätige Hebammen aus der Geburtshilfe gedrängt werden. War es früher selbstverständlich, dass eine Hebamme neben Vorsorge und Wochenbettbetreuung auch Geburten begleitet hat, so ist deren Anteil parallel zum Anstieg der Haftpflichtprämien drastisch gesunken.
Von den freiberuflichen Hebammen sind gerade noch 23 Prozent mit Geburten als Beleghebamme, im Geburtshaus oder zu Hause tätig, obwohl es einen anhaltenden Trend gibt, Stellen für angestellte Hebammen in Kliniken abzubauen und stattdessen ins Belegsystem umzuwandeln. Ab dem 1.7.2010 erreichen die Haftpflichtprämien der Hebammen eine Höhe, die befürchten lässt, dass die Versorgung der Frauen nicht mehr flächendeckend sichergestellt werden kann. Den massiven Prämiensteigerungen stehen Gebühren gegenüber, die ohnehin inakzeptabel niedrig sind. Für die Betreuung einer Geburt, inklusive acht Stunden vor der Geburt und drei Stunden danach, bekommt die Hebamme 237 Euro für eine Geburt im Krankenhaus, 445 Euro für eine Geburt im Geburtshaus und 537 Euro für eine Hausgeburt.
Bei einer Rundumbetreuung, mit Vorsorge, Kursen, Geburt, Wochenbett und Stillzeit betreut eine klinisch tätige Hebamme ca. 30 Frauen im Jahr, außerklinisch etwa 10 Frauen. Bei allen reichen nun die Einnahmen aus der Geburtshilfe gerade mal zur Deckung des neuen Versicherungsbeitrages von 3.689 Euro.
Auch ohne Geburtshilfe ist es um die Einkommen der freiberuflichen Hebammen nicht rosig bestellt. Für einen Hausbesuch im Wochenbett erhält die Hebamme 26,52 Euro. Nach Abzug aller Kosten bleiben davon durchschnittlich 7,50 Euro. Durch diese Schieflage zwischen Einkommen und Ausgaben ist die Existenz vieler Hebammen akut gefährdet!
Deshalb hatte der Deutsche Hebammenverband große Hoffnungen in die Verhandlungen mit den Krankenkassen über den „Ausgleich der Haftpflichtprämienerhöhung“ gesetzt. Leider wurden diese Verhandlungen am 29. März 2010 für gescheitert erklärt. „Der Grund für das Scheitern“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes, „sind die Spitzenverbände der Krankenkassen, die nicht bereit sind, die Vergütung für Hebammenleistungen auf ein Niveau anzuheben, das der hohen Verantwortung des Hebammenberufes gerecht wird und die massiv gestiegenen Versicherungsprämien kompensieren könnte. Die Schieflage wird zu einem reduzierten Angebot außerklinischer Geburtshilfe und Beleggeburten führen. Dadurch wird zukünftig das Recht der Frauen auf eine freie Wahl des Geburtsortes ausgehebelt“, so die Präsidentin.
Verschärft wird diese Situation auch dadurch, dass zunehmend wohnortnahe geburtshilfliche Abteilungen an Kliniken aus Rentabilitätsgründen schließen. Dies könnte innerhalb weniger Jahre zu einer Monopolstellung großer geburtshilflicher Versorgungszentren führen. Auf dem freien Markt bewirken Monopolisierung und fehlende Konkurrenz immer eine Reduzierung, bzw. Verschlechterung des Leistungsangebotes. Dies befürchtet der Hebammenverband nun auch für die geburtshilfliche Situation in den Krankenhäusern. Die Leidtragenden sind die Mütter und Kinder mit ihren Familien, die dieser desolaten Versorgungssituation ausgeliefert sind.
„Wir werden es nicht einfach so hinnehmen, dass Hebammen wegen der drückenden Last der Haftpflichtprämien und der unzureichenden Anpassung der Gebühren die Geburtshilfe aufgeben müssen“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes. „Zumal die Erhöhung der Haftpflichtprämie nicht durch einen Anstieg der Schadensfälle verursacht worden ist, sondern durch massiv angestiegene Pflegekosten der Geschädigten. Deshalb dürfen diese hohen Schadensaufwendungen auch nicht den Hebammen aufgebürdet werden. Wenn es in dieser Angelegenheit keine zeitnahe Korrektur gibt, wird die flächendeckende Versorgung spätestens zum 1.7.2010 zusammenbrechen. Deshalb appellieren wir an die Politik! Wenn sie ihrem Sicherstellungssauftrag nachkommen will, muss sie sich gemeinsam mit uns für eine rasche politische Lösung einsetzen“, so die Vorsitzende abschließend.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes e.V. vom 7.4.2010

Zukunftspläne

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In der Schwangerschaft hatte ich sehr viel Zeit zum Nachdenken. Meine Verwandtschaft  auch. Um mich herum wurden diverse Pläne geschmiedet, aber mich fragte weiter keiner.

Rückblickend war ich noch ein Kind, aber ich bekam ein Baby. Hin und her gerissen zwischen Wunsch und Wirklichkeit saß ich da. Wir waren das, was man heute ein Patchworkfamilie nennt. Die Familien meiner beiden Mütter, waren dermaßen unterschiedlich geprägt, dass ich immer für einen Teil von ihnen etwas falsch machte. Nun wohnte ich aber bei der “richtigen” Familie, hörte nichts von meinem Vater, den Geschwistern und auch nicht von seiner Frau.

Also fühlte ich mich ihnen verplichtet. Unterschwellig wurde auch tagtäglich daür gesorgt, dass ich nie vergaß wie dankbar ich zu sein hatte.

Im Haus meiner Oma wurde eine Dachwohnung frei. Sie war möbliert und dort sollte ich einziehen. Dieses Haus war damals schon uralt, kalt und feucht. Es gab einen Kohleofen, der ständig ausging. Im Winter hatte man Eiszapfen am Fenster und im Sommer ging man da oben ein.

Meine Oma war zunächst nur mäßig begeistert.

Und ich? Horror! Mir standen die Haare zu Berge!!

Ich hasste damals schon Abhängigkeiten.

Also plante ich alleine vor mich hin. Im Februar war der Errechnete Termin. Im März wurde die Wohnung frei, und ich ergab mich zunächst meinem Schicksal.

Nunja, nicht so ganz, denn ein Anruf in einem der Krankenhäuser öffnete mir eine winzige Tür. Sie suchten dringend eine Hebamme. Allerdings viel früher, sofort und am besten gestern.

Trotzdem schwebte ich auf Wolken, soweit es mit dickem Bauch möglich war. Meine Hoffnung war, dass in diesem alten Gemäuer so schnell keine Kollegin arbeiten wollen würde.  Eine kleine Stadt am Rande der Ruhrgebiets war und ist sicher auch nicht sonderlich attraktiv.

Blieb noch das neue Haus. in dem ich mein Kind bekommen wollte.

Mein Baby wird ein Mädchen!

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Mir fiel nämlich kein Jungenname ein. Daran kann man vielleicht sehen, wie kindisch ich noch war.

Alle Versuche mir einen Jungennamen schmackhaft zu machen waren vergebens.  Zum Glück war wenigstens mein schreckliche Überlkeit verschwunden. Im Rückblick war sie mit Sicherheit nicht unerheblich mit der großen Belastung  zu erklären.

Freund weg, Examen, mein gespanntes Verhältnis zu meinem Elternhaus und die Verwandtschaft waren wohl etwas viel. Ich nahm insgesamt nur acht Kilo zu. Und das, obwohl ich ständig nur “herumhing”. Vor lauter Langeweile begann ich wieder zu häkeln und zu stricken. Ich hasse Handarbeiten!!!

Aber meine Oma liebte ich sehr, und ich wollte wenigstens etwas Dankbarkeit zeigen.

Natürlich kreisten meine Gedanken vorrangig um meine Zukunft. Es musste etwas geschehen. Das war klar.

Damals hatte mach acht Wochen Mutterschutz, es gab weder Kindergeld, kein Elterngeld und über etwaige Beihilfen war ich nicht informiert.

Im örtlichen Krankenhaus zu arbeiten kam nicht in Frage. Dort wurde eine miserable Geburtshilfe praktiziert. In der benachbarten Kreisstadt gab es zwei Krankenhäuser. Eines davon wollte ich testen, indem ich dort selber entbinden würde. Es war ein Neubau und sehr modern eingerichtet.

Die zweite Option war ein altes Haus, in dem ich selber geboren wurde.

Aber wie sollte das gehen? Ein Baby und voll arbeiten? Dazu kam noch ein weiter Fahrweg. Da saß ich nun fest. Ausgerechnet ich mit meinen hochfliegenden Plänen. Kleinstadtmief und Dorftratsch statt großer weiter Welt-

Ich wusste  zum  Glück nicht, dass mich mein Fernweh nie verlassen würde.

Das Familiengericht tagt…

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Omas Geburtstag….tja….da saßen alle alten Tanten die es in der Familie so gab.

Als sie die Tür öffnete, hatte mein Vater ihr ein  “die ist schwanger” entgegengeschleudert, meine Sachen in den Flur geworfen, und war entschwunden.

Meine arme Oma!!

Sie wurde ganz blass, aber sagte, sie habe es sich schon gedacht. Meine übermäßige Übelkeit war auch ihr nicht entgangen.

Was dann folgte, möchte ich lieber nicht bis ins Detail schildern. Da stellen sich mir heute noch die Haare zu Berge.

Aber ich bekam Asyl bei Oma. Der Preis war, dass ich schuldbeladen durch die Schwangerschaft gehen mußte.  Nach meinen eigenen Anlaufschwierigkeiten mit dem Kind, hatte ich gerade begonnen mich zu freuen. Klar war das “unvernünfig”, aber mir egal.

Meine Familie, die teilweise “rundherum” wohnte, erwartete ebenfalls ewige Dankbarkeit. Aber am liebsten hätten sich mich versteckt. “Was sollen denn die Leute denken”…….Nunja….davon hatte ich mich schon ziemlich lange befreit.

Aber ich habe mich ehrlich bemüht, brav zu sein. Natürlich sah ich ein, dass es für sie nicht leicht war.  Allerdings ist mein Onkel nur elf Jahre älter als ich. Da hätte ich schon etwas mehr Unterstützung erwartet.

Begonnen hat damit seine Frau. Meine Tante besorgte alle möglichen Sachen. Bett, Kinderwagen usw. Gebraucht und sehr günstig. Geld hatte ich keins. Ich bekam Arbeitslosengeld. Berechnet nach dem Schülerinnengehalt. Auf die Idee zum Sozialamt zu gehen, bin ich leider nie gekommen.

Der Postbote schleppte sich einen Ast. Ich bekam Pakete von meinen Kolleginnen. Die haben alles abgeklappert, was sie kannten. Boh…das hatte ich nicht erwartet. Keine Kohle, aber mein Kind hatte Klamotten wie eine Prinzessin.

Achso: natürlich würde ich ein Mädchen bekommen. Das stand fest. Nein, nicht mit Ultraschall. Die Technik war noch in den Kinderschuhen. Ich hatte das so beschlossen, und mich nicht einmal um einen Jungennamen gekümmert.

Leider schaffte ich es nicht immer ein nettes Mädchen zu sein. Wie anstrengend!!

Jedenfalls plante ich schon weiter. So konnte es nicht gut gehen. Natürlich war die Entwicklunghilfe kein Thema mehr. Leider! Aber mit einem Baby wollte ich nun lieber nicht im Urwald oder Slums landen. Meine Familie war sehr froh, dass ich diese dämliche Idee nicht in die Tat umsetzen konnte. Ich nicht.

Ich wollte endlich als Hebamme arbeiten. Für ein Bett bei Oma hatte ich nicht so lange gekämpft. Ich zog aber weiter den Kopf ein, freute mich heimlich und wartete auf die Geburt.

Ich war endlich Hebamme

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Jawohl…….Nur wollte mich keiner mehr. Duch die Schwangerschaft waren alle meine schönen Pläne für die Katz. Schwangere Hebammen, stellt keiner ein.

Dabei hatte ich zwei so tolle Optionen. Einmal war ich total wild darauf im Ausland zu arbeiten. Es gab damals nicht so viele Möglichkeiten dazu. Also hatte ich micht beim Deutschen Entwicklungsdienst beworben, und wolllte nach Südamerika.

Alternativ war da noch eine kleine Privatklinik in München, bei der ich mich beworben hatte. Nur so als Notlösung.

Ich wollte weg, raus aus dem Mief, und kam auf direktem Weg wieder rein. Nämlich in Omas 70sten Geburtstag. Horror.

Mein Vater holte mich also ab. Wie erwähnt, was das familiäre Verhältnis kompliziert und schwierig. Er wußte nichts von mir. Nichts von der Ausbildung, nichts von den Schwierigkeiten, und auch nichts von meinen Plänen.

Man wurde erst mit 21 volljährig, und ob ich für das Ausland sein Einverständnis bekommen hätte, weiß ich bis heute nicht. Deswegen auch die Option in München.

Rückblickend glaube ich, dass ich dort nicht besonders lange geblieben wäre, von daher war diese verpasste Gelegenheit nicht so schlimm. Das Ausland läuft mir immer noch hinterher, aber man kann nicht alle nachholen im Leben.

Jung und doof wie ich war, hatte ich halt keine wirkliche Peilung. Eigentlich wußte ich nur, was ich nicht wollte.

Bis heute weiß  ich noch den genauen Worlaut, meiner Beichte, dass ich schwanger wäre. Cool kalkuliert, während der Fahrt, damit er sich nicht nur darauf konzentrieren konnte.

Auch seine Reaktion ist mir immer noch sofort gegenwärtig. Danach sprach er kein Wort mehr mit mir. Er nahm mich auch nicht erst mit nach Hause, sondern lieferte mich gleich bei der Oma ab.

Doppelmoral hoch Drei….denn er hatte selber ein “uneheliches” Kind, wie das hieß, und meine Stiefmutter ebenfalls. Sie dazu noch von einem verheirateten Mann.

Allerdings dachte mein Vater, ich wisse nichts von seinem “Fehltritt”.

So war das….ich war und blieb das Schwarze Schaf, und wurde und auch noch zur Familienschande. Natürlich hatte ich gewußt, dass keiner erfreut sein würde. Schließlich lebte ich nicht auf dem Mond. Womit ich nicht gerechnet hatte, waren die Maßstäbe, die wohl nur für mich galten, nicht für meine Eltern.

Da kam ich also daher, geheimnisvoll gesegneten Leibes, denn den Vater kannte keiner aus der Familie.  Es war auch nicht wirklich wichtig, denn der “Papa” wußte auch nichts von seinem Glück. Er hatte sich gertrennt, und wegen eine Kindes geheiratet zu werden, ließ mein Stolz nicht zu.

Nienich, das wußte ich…….