Hebammenschule
Momentan stelle ich fest: ich habe ein Zeitproblem.
Trotzdem möchte ich natürlich noch weiter schreiben.
Wo war ich? Achja die Hebammenschule. Davon habe ich mindestens zwei Drittel verdängt.
Wir hatten dort vollen Dienst inclusive 3 Wochen lange Nachtwachen, Wechseldienste und immer dazu Unterricht. Nach dem Nachtdienst, davor oder dazwischen war ganz egal. Bezahlung gab es so gut wie keine. Das wurde mit wohnen und essen verrechnet. Keine Nacht- oder Rufbereitschaftszuschläge. Nichts. So blieb ein Taschengeld übrig.
Drei Wochen Urlaub, in dem Samstage, Sonntage und Feiertage als Ulaubstage galten.
Wir haben quasi den ganzen Betrieb getragen. In der Nacht gab es eine!! Krankenschwester für das ganze Haus, ansonsten überall nur Schülerinnen. Es war kein kleines Krankenhaus!!
Im OP kam nur für größere Eingriffe die OP- Schwester, sonst wieder nur Schülerinnen. Es gab noch eine Kinderschwester für evtl. Erstversorgungen, und im Kreißsaal leibhaftige Hebammen., die auch anwesend waren. Nun gut, zwei, und der Rest? Man kann es sich denken.
In den Mehrbettzimmern schlafen? Fehlanzeige. Eine von den Anderen hatte immer Pause oder frei. Wie sehr wir ausgenutzt wurden wurde mir natürlich nicht sofort klar. Dazu war ich zu jung und naiv.
Von Arbeitsrecht hatten wir alle keine Ahnung.
Lernen musste man ja auch noch, denn der Stoff war und ist nun wirklich nicht von Pappe.
Was aber den meisten Schülerinnen viel mehr zu schaffen machte, kommt im nächsten Artikel.