Deutsches Kinderhilfswerk ruft zur Bewerbung für die Goldene Göre auf

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Kinder- und Jugendprojekte können sich ab sofort um die Goldene Göre bewerben. Sie ist eine Auszeichnung für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland und mit insgesamt 9.000 Euro dotiert.

Alle Interessierten können ein Projekt einreichen, wenn Kinder und Jugendliche aktiv an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt sind. Die Vorhaben sollten bereits begonnen haben oder im letzten halben Jahr abgeschlossen worden sein.

Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Ihr habt bei einem spannenden Projekt mitgemacht, seid voller toller Ideen? Ihr habt was auf die Beine gestellt und Eure Umgebung verändert? Dann seid Ihr die richtigen Bewerberinnen und Bewerber für die Goldene Göre. Wir sind gespannt auf Eure Beiträge!“
Der Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes entscheidet als Kinderjury über die Preisträger, denn „Kinder können das!“ Anmeldeschluss: 18. Dezember 2011.
Nähere Informationen sowie das Bewerbungsformular unter www.dkhw.de/goldenegoere.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 6.10.2011

Ethikrat informierte

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über den aktuellen Stand der Arzneimittelforschung mit Kindern

 

Am 21. September diskutierte der Deutsche Ethikrat im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Forum Bioethik“ in Berlin mit Experten aus den Bereichen Medizin und Ethik die Frage, inwieweit die Arzneimittelforschung mit Kindern ethisch geboten oder bedenklich ist.
Kinder haben ebenso wie Erwachsene ein Recht auf eine angemessene und sichere Versorgung mit Arzneimitteln. Täglich werden jedoch Kinder mit Arzneimitteln behandelt, die nicht für sie zugelassen sind. Klinische Studien mit Kindern, die notwendig wären, um dieses Defizit zu beseitigen, sind indessen ethisch problematisch.
Einerseits ist von der Instrumentalisierung wehrloser Personen die Rede, die keine rechtswirksame Zustimmung geben können; andererseits koppele ein vollständiges Forschungsverbot gerade die Kinder von den Fortschritten in der Medizin ab. In dieser Frage zeichnet sich allerdings ein Paradigmenwechsel ab:

Der Ausschluss von Forschung mit Kindern mit der Begründung, sie vor der Forschung zu schützen, ist der Auffassung gewichen, Kinder durch Forschung zu schützen.
Im einführenden Vortrag berichtete Wolfgang Rascher, Vorsitzender der Kommission für Arzneimittel für Kinder und Jugendliche, über die Schädigung von Kindern durch die Verwendung von für sie ungeprüften Arzneimitteln. Durch die EU-Initiative  „Better Medicines for Children“ aus dem Jahr 2002 und die jüngsten Novellen des Arzneimittelrechts seien auch schon erste Ansätze einer besseren Versorgung von Kindern mit geprüften Arzneimitteln zu beobachten. Die Zahl klinischer Studien mit Kindern steige insgesamt jedoch nur sehr langsam.
Angelika Eggert, Direktorin des Westdeutschen Tumorzentrums, berichtete über die Arzneimittelversorgung von Kindern in der pädiatrischen Onkologie. Sie konstatierte, dass der sogenannte Off-lable-Use von Medikamenten zur Tagesordnung gehört. Doch gerade in der Kinderonkologie seien in den letzten Jahren sehr gute Behandlungserfolge erzielt worden, da die meisten Kinder im Rahmen nichtkommerzieller multizentrischer Therapieoptimierungsstudien behandelt werden. Eggert bemängelte jedoch, dass die Entwicklung neuer Therapien zu langwierig sei. Sie plädierte für die Beseitigung administrativer Hürden bei der Entwicklung von Arzneimitteln, stärkere Anreize für die pharmazeutische Industrie sowie die Einrichtung von europäischen Netzwerken für die präklinische und frühe klinische Forschung.
Jochen Taupitz, Mitglied des Deutschen Ethikrates, erläuterte die rechtliche Situation der Arzneimittelforschung mit Kindern in Deutschland. Vor dem Hintergrund, dass die informierte Einwilligung des Betroffenen als zentrale Voraussetzung der Forschung im Falle von Kindern oft nicht oder nur schwer zu erreichen sei, habe das Arzneimittelgesetz Schutzkriterien für Minderjährige formuliert. Dazu zählten nicht nur die Nutzen-Risiko-Abwägung, die vorherige pharmakologisch-toxikologische Prüfung des Arzneimittels sowie die erforderliche behördliche Genehmigung und das positive Votum einer Ethikkommission, sondern auch auf das individuelle Selbstbestimmungsrecht bezogene Kriterien wie die Aufklärung und Einwilligung des Betroffenen bzw. seiner gesetzlichen Vertreter. Zu den bei Minderjährigen anzusetzenden Schutzkriterien gehörten außerdem das Erfordernis des unmittelbaren individuellen Nutzens für den Betroffenen und/oder für die Gruppe der Patienten, die an der gleichen Krankheit leiden.
Georg Marckmann, Direktor des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, erörterte im Anschluss daran die ethischen Aspekte der Forschung mit Minderjährigen. Mit Blick auf die Risiken, die mit dem Einsatz ungetesteter Medikamente verbunden sind, und die Notwendigkeit der Bereitstellung nützlicher Therapien seien Studien mit Kindern unverzichtbare Voraussetzung für wirksame und sichere Behandlungen und ein Verzicht auf Studien mit Kindern ethisch unvertretbar. Die Forschung mit Kindern sei jedoch insofern ethisch problematisch, als Kinder psychisch und physisch besonders verletzlich und nur eingeschränkt oder nicht einwilligungsfähig sind. Letztlich handele es sich hierbei um einen ethischen Grundkonflikt, der nicht auflösbar sei, sondern nur reguliert werden könne durch die Abwägung des Nutzen-Schaden-Verhältnisses, die informierte oder stellvertretende Einwilligung und das Kriterium der in erster Linie eigennützigen Forschung.
Claudia Wiesemann, Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen, ergänzte diese Überlegungen um empirische Daten aus Studien, die die Sicht der betroffenen Kinder und Jugendlichen und ihrer Eltern untersucht haben. Sie resümierte, dass Eltern, die über die Möglichkeit eines individuellen Heilversuchs unter Einsatz eines für diesen Zweck noch nicht erprobten Arzneimittels informiert seien, aufgeschlossener sind für die Beteiligung ihres Kindes an Medikamentenstudien. Außerdem seien Eltern auch unter Stressbedingungen einwilligungsfähig und -willig. Kinder wiederum zeigten ein differenziertes Urteilsvermögen hinsichtlich der Belastung durch Forschung. Wiesemann forderte weitere Untersuchungen zu Einstellungen von Kindern und Jugendlichen zur Forschung mit Kindern.
An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben den Referenten des Abends Siegfried Throm, Geschäftsführer des Verbandes der forschenden Pharma-Unternehmen, und Dietrich Niethammer, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung für kranke Kinder Tübingen, teil.
Siegfried Throm zufolge stellt sich nicht die Frage, ob Studien mit Kindern durchgeführt werden dürfen – denn dies sei durch die Gesetzgebung definiert –, sondern nur noch die Frage nach dem Wie.
Für Dietrich Niethammer setzt das Gebot der Arzneimittelforschung mit Kindern ein sorgfältiges, auf die Risikominimierung ausgerichtetes Studiendesign ebenso voraus wie die hohe Verantwortung der beteiligten Forscher, Pädiater und Ethikkommissionen.
Gegenstand der weiteren, auch für das Publikum geöffneten Diskussion waren Fragen der Nutzen-Risiko-Abwägung, des Umgangs mit unterschiedlichen Meinungsäußerungen von Kindern und ihren Eltern und des Verhältnisses von eigennütziger und gruppennütziger Forschung.
Außerdem wurde die Frage aufgeworfen, inwieweit die Betroffenen und ihre gesetzlichen Vertreter angemessenen und verständlich aufgeklärt werden.
Interessenten können die einzelnen Beiträge nachhören und in Kürze auch nachlesen unter http://www.ethikrat.org .

Quelle: ots-Originaltext: Deutscher Ethikrat vom 22.9.2011

Listerienwarnung

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Firma warnt vor gefährlichen Bakterien in gefüllten Paprika Dienstag, 27. September 2011 02:20

Ein Feinkosthersteller aus dem Kreis Tübingen hat vor dem Verzehr mehrerer seiner Antipasti gewarnt. Sowohl in Minipaprika als auch in roten und grünen Peperoni – jeweils gefüllt mit Frischkäse – sind Listerien gefunden worden, teilte das Unternehmen Momeni Feinkost am Montag in Ammerbuch (Kreis Tübingen) mit. Der Verzehr der mit den Bakterien belasteten Antipasti könne Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall verursachen. Sie wurden in rund 40 Geschäften in mehreren Bundesländern offen an der Bedientheke verkauft – auch in Berlin und Brandenburg.

Die Firma rief die Geschäfte auf, noch vorhandene Ware zu vernichten. Die durch Bakterien verursachte Listeriose verläuft bei gesunden Menschen meist harmlos oder wird sogar kaum bemerkt. Werden besonders viele Erreger aufgenommen, kann es zu Fieber und Durchfällen kommen. Kleinkinder oder Menschen mit geschwächter Immunabwehr, wie frisch Operierte, Aids- oder Krebspatienten und Diabetiker können dagegen schwer erkranken. Der Ausbruch der Erkrankung kann bis zu acht Wochen nach Aufnahme der Bakterien erfolgen. Listerien können Sepsen (Blutvergiftungen) oder Meningitiden (Hirnhautentzündungen) verursachen. Besonders bei Schwangeren ist eine Listeriose sehr gefährlich, da sie fatale Folgen für das ungeborene Kind haben kann. Es kann zu Frühgeburt, schweren Schädigungen oder sogar zum Absterben des Fötus kommen. Die Schwangere hingegen bemerkt die Erkrankung oft nicht einmal. Nach Angaben des Unternehmens aus Baden-Württemberg wurden die gefüllten Peperoni und Minipaprika in Berlin bis zum 19. September in folgenden Geschäften als offene Ware an den Bedientheken verkauft: Kaufland, Döberitzer Weg 3, 14624 Dallgow-Döberitz; Kaufland, Weisenhöher Str. 88-108, 12683 Berlin-Biesdorf; Kaufland, Romain-Rolland-Str. 13, 13089 Berlin-Weißensee; Ghorbani, Breisgauer Str. 1, 14129 Berlin. Quelle: Morgenpost.de

Lieber Leser

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vielleicht bist Du einer von vier Millionen Menschen mit Neurodermitis in Deutschland. Oder Dein Kind ist wie jedes fünfte bis siebte Kind hierzulande von dieser Krankheit betroffen. Vielleicht hast Du schon zahlreiche Behandlungen ausprobiert, aber den Überblick darüber verloren, welcher Ansatz wirklich helfen kann. Und vielleicht bist Du deswegen auf der Suche nach unabhängigen und verständlichen Informationen, nach Erfahrungsberichten anderer Betroffener und nach einem Austausch. Dann könnte jucknix.de das Richtige für Dich sein.

jucknix.de ist das große deutsche Neurodermitisportal, gegründet nach 30 Jahren eigener Erfahrung des federführenden Autors mit Neurodermitis, nach unzähligen Arztbesuchen und nach der Erkenntnis: es gibt nicht die eine Therapie, die bei jedem gleich gut anschlägt, aber es gibt Dinge, die oft sehr viel besser helfen als andere. Um diese zu finden, werten wir nicht nur den aktuellen wissenschaftlichen Stand aus, sondern zeigen auch an Fallgeschichten, dass es Möglichkeiten jenseits der Schulmedizin gibt, die die Chance auf spürbare und dauerhafte Linderung bieten. jucknix.de lebt also von all den Menschen, die mitmachen, ihre Geschichte erzählen und so neue Hoffnung und neue Erkenntnisse liefern.

Da jucknix auf großes Interesse gestoßen ist und viel freundliche Unterstützung erfährt, haben wir das Informationsgebiet erweitert, sodass  neben Neurodermitis</a> inzwischen auch die Themen Allergie, Asthma, Schuppenflechte und Nesselsucht ausführlich behandelt werden.

Wir freuen uns über Deinen Besuch

Dein jucknix-Team

Weltkindertag 2011

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Kinder haben was zu sagen!

Am 20. September ist der Weltkindertag. Mit dem diesjährigen Weltkindertags-Motto „Kinder haben was zu sagen!“ will UNICEF das Recht aller Kinder auf Beteiligung stärken. Denn Kinder haben ein Recht darauf, dass wir ihnen zuhören. Das ist in der Familie so, aber auch in der Politik. Kinder wollen beteiligt werden – und sollen es auch: Das fängt bei der Gestaltung von Spielplätzen an und hört bei der Schülermitverwaltung noch lange nicht auf.

Zu den Aktionen

 

WDR schreibt Kinderrechte-Preis 2012 aus

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Mit dem Preis werden Einzelpersonen (Erwachsene und Kinder), Gruppen und Organisationen sowie Institutionen aus Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet, die sich nachhaltig, vorbildlich und unkonventionell für Kinderrechte in Deutschland oder im Ausland einsetzen. Einsendeschluss für den mit 5.500 Euro dotierten Preis ist der 31. März 2012. Die Preisverleihung findet im September 2012 beim Kölner Weltkindertagsfest statt. Der WDR stellt die Arbeit der Preisträgerinnen und Preisträger in seinem Programm und in einer Broschüre vor.

Die Kinderrechte sind in der im November 1989 verabschiedeten UN-Kinderrechte-Konvention festgelegt. Mit der Preisverleihung soll die öffentliche Diskussion über die Rechte von Kindern auf Schutz, Entwicklung und Beteiligung verstärkt werden. Die Schirmherrschaft übernimmt der Kölner Musiker und Künstler Wolfgang Niedecken, der sich seit langem für Kinderrechte vor allem in Afrika einsetzt. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern von Kinderorganisationen (UNICEF, Deutscher Kinderschutzbund, Deutsches Kinderhilfswerk, terre des hommes, Kindernothilfe, National Coalition für die Umsetzung der Kinderrechte), WDR Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz und dem Schirmherr Wolfgang Niedecken. Auch eine gleichberechtigte Kinderjury wird die Einsendungen prüfen.
Der WDR vergibt den Preis seit 1996. Zu den Ausgezeichneten zählen u. a. eine Gruppe behinderter Kinder, die sich für Kinder in Russland engagiert, und ein Verein, der für Flüchtlingskinder Lehrstellen und Projekte gegen sexuellen Missbrauch organisiert. Mit der Preisvergabe wurden diese Initiativen nicht nur ermutigt, sich weiterhin zu engagieren, zusätzlich wurde die öffentliche Diskussion über die Kinderrechte deutlich belebt.
Hintergrund für den seit 1996 vergebenen WDR-Preis ist die Tatsache, dass die UN-Konvention über die Rechte des Kindes noch immer vielen unbekannt ist. In der Konvention werden Kindern umfassende Bürgerrechte zugesichert und die Unterzeichnerstaaten zum Schutz der Kinder verpflichtet. Deutschland hat die Konvention 1992 unterzeichnet, doch zwischen formaler Akzeptanz und ihrer Verwirklichung besteht nach wie vor ein großer Unterschied.
Nähere Informationen zum Wettbewerb und kostenlose Faltblätter mit den Details gibt es beim WDR unter Telefon 0221-56789-555 oder per E-Mail an kinderrechtepreis@wdr.de und im Netz unter www.wdr.de/radio/home/kinderrechte. Wettbewerbseinsendungen gehen per Post an: WDR, Kennwort Kinderrechte, 50608 Köln

Quelle: ots-Originaltext: WDR Westdeutscher Rundfunk vom 8.9.2011

Zu viel Essen endet als Müll

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Jeder zweite Kopfsalat, jedes fünfte Brot landen in Deutschland im Müll statt im Magen. Wegge­worfene Lebensmittel kosten die Welt wertvolle Ressourcen und den Verbraucher viel Geld. Mit Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung machen heute Brot für die Welt, der Evangelische Entwicklungsdienst und Slow Food auf die Vergeudung aufmerksam. test.de gibt Tipps, wie jeder etwas dagegen tun kann.

15 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall

Wenn alle in Deutschland weggeworfenen Lebensmittel auf eine Waage kämen, würde diese ein Gewicht von 20 Millionen Tonnen anzeigen. Die Vergeudung kostet jeden Bundesbürger im Jahresdurchschnitt 330 Euro. Die Welt verliert ohne Not wertvolle Ressourcen – Wasser, Energie, Dünger, Pestizide und zum Teil Regenwaldfläche. Auch das Klima wird belastet, Verpackungsmüll bleibt unentsorgt. Das alles erscheint unverantwortlich – gerade vor dem Hintergrund, das etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern und sich das Klima auf der Welt verändert.

Abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum, verdorbene Ware

Warum werfen die Bundesbürger so viel weg? Das Bundesministerium für Verbraucherschutz hat kürzlich einige Bürger nach den Gründen befragt: 84 Prozent der Befragten gaben an, Lebensmittel zu entsorgen, weil sie verdorben seien oder das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen. Etwa 25 Prozent erklärten, oft zu viel zu kaufen. 19 Prozent nennen zu große Packungen als Hauptgrund und 16 Prozent der Bürger trennen sich vorzeitig von Lebensmitteln, weil sie ihnen nicht schmecken. Immerhin 69 Prozent der Befragten gestanden, dass sie beim Wegwerfen von Lebensmitteln ein schlechtes Gewissen haben. In einer Studie soll jetzt genauer ermittelt werden, welche Lebensmittel und wie viel genau als Abfall enden. Erste Ergebnisse sind für Ende 2011 angekündigt.

Müllproblem nicht nur in Deutschland

Doch nicht nur Deutschland hat ein Müllproblem. Alle Industriestaaten und sogar auch arme Länder leiden darunter. Dort verdirbt Nahrung, weil Lager und geeignete Verpackungen fehlen. Laut FAO geht etwa ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion als Abfall verloren. Der Auftakt eines schlimmen Kreislaufs: Je mehr Essen im Müll landet, desto stärker wächst die Nachfrage nach Rohstoffen. Die Preise steigen, arme Menschen können die Nahrung nicht mehr bezahlen.

Dokumentarfilm „Taste the Waste“

Der aktuelle Dokumentarfilm „Taste the Waste“ und das ergänzende Buch „Die Essensvernichter“ von Valentin Thurn prangern diese Missstände an. Einige Thesen: Das Überangebot an Lebensmitteln und ihre niedrigen Preise verführe die Menschen, mehr zu kaufen als sie essen können. Doch nicht nur der Verbraucher, auch der Handel trage Verantwortung. Dort würden Salate wegen eines braunen Blatts ausgemustert, ganze Stiegen mit Pfirsichen landeten wegen einer einzigen faulen Frucht auf dem Müll. Früchte mit Schönheitsfehlern erreichen den Handel nach den Recherchen von Thurn erst gar nicht: Landwirte mustern zum Beispiel Äpfel mit großen Schorf-Flechen aus oder Möhren mit zwei Trieben.

Wertschätzung für Lebensmittel gefragt

Inzwischen treten zahlreiche Akteure gegen die Lebensmittelverschwendung auf den Plan. Sie plädieren dafür, Lebensmittel wieder stärker wertzuschätzen. Das kann unter anderem durch den Kauf von Bio-Lebensmitteln gelingen. Sie stehen für eine umweltverträgliche und tiergerechte Produktion. Auf die Herkunft der Öko-Ware ist nach den bisherigen Testergebnissen der Stiftung Warentest meist Verlass. Dafür müssen Konsumenten zwar einen höheren Preis zahlen, doch sie unterstützen eine nachhaltige Landwirtschaft. Auch fair gehandelte Lebensmittel versprechen einen besonderen Wert, nämlich dass die Menschen in der Herstellungskette fair behandelt und angemessen bezahlt wurden. Auch regionale Lebensmittel können Nachhaltigkeit bieten. Sie stellen in Aussicht, dass sie nicht weit transportiert wurden und die Region stärken. Doch nach Recherchen der Stiftung Warentest ist darauf nicht immer Verlass: Regionale Lebensmittel: Herkunft oft unklar (test 04/2011)

Weitere Tipps bei Stiftung Warentest

Der «moderne Mann» ist out

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Frauen stufen sich eher als modern ein als Männer. Das Stereotyp «moderner Mann», der sich partnerschaftlich an Hausarbeit und Kindererziehung beteiligt, verliert bei Männern an Attraktivität. Das zeigen Ergebnisse einer deutschen Studie.

Der moderne Mann, der bei der Hausarbeit mithilft, ist bei Männern nicht sehr beliebt.

Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte im Auftrag der Staubsaugerfirma Vorwerk über 1700 Personen in Deutschland zum Thema Familienarbeit. Eines der Ergebnisse ist gemäss einer Mitteilung des Unternehmens vom Montag, dass 58 Prozent aller Frauen, aber nur noch 47 Prozent der Männer ab 16 Jahre sich als «moderne Frau» bzw. «moderner Mann»» sehen.

Bei den jungen Erwachsenen unter 30 Jahren stufen sich sogar 78 Prozent als moderne Frau ein, während sich gleichaltrige Männer nur zu 49 Prozent als modern einstufen. Das «könnte ein Indiz dafür sein, dass das Stereotyp des «modernen Mannes» – vor allem bei jüngeren Männern – an Profil und Attraktivität verliert», heisst es in der Studie.

Mit einer modernen Frau verbinden die Befragten Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung, Berufstätigkeit, Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen. Als modernen Mann bezeichnen die meisten dagegen einen Mann, der sich partnerschaftlich an der Hausarbeit und Kindererziehung beteiligt und familienorientiert ist. 70 Prozent stimmen der Aussage zu, dass ein moderner Mann in seiner Freizeit, so viel es geht, mit den Kindern unternimmt. Er trifft zudem wichtige Entscheidungen mit seiner Partnerin gemeinsam.

Quelle: Familienleben.ch

Titelthema: Anregendes für Vorschulkinder

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P r e s s e m i t t e i l u n g

FLIMMO-Ausgabe 3/2011 jetzt kostenlos erhältlich

Titelthema: Anregendes für Vorschulkinder

München, 30. August 2011 – Inzwischen richten sich immer mehr Fernsehsendungen gezielt an Vorschulkinder. Und einige haben den jungen Zuschauern durchaus mehr zu bieten als oberflächlichen Spaß und seichte Unterhaltung. Bei Meister Manny erfahren die Kinder ganz nebenbei etwas über Freundschaft. Dora spricht mit ihnen Englisch. Kikaninchen fordert sie zum Mitmachen auf und beim Klassiker Die Sendung mit der Maus wird den jungen Zuschauern anschaulich die Welt erklärt.

Bei solchen Sendungen sind schon Vorschulkinder begeistert bei der Sache. Ihnen gefällt es, wenn sie ihren Alltag in den Geschichten wiederfinden oder erfahren, wie etwas funktioniert. Die Eltern sind zufrieden, wenn die Sendungen nicht nur unterhalten, sondern darüber hinaus auch ein gewisser Mehrwert zu erkennen ist. Gut zu wissen also, dass es im Fernsehprogramm für Vorschulkinder durchaus Sendungen gibt, die beidem gerecht werden: Den Ansprüchen der Eltern, aber auch dem Wunsch der Kinder nach Vergnügen und Unterhaltung. Besonders toll ist es, wenn die Eltern auch noch mit zusätzlichen Erklärungen zur Seite stehen und Dinge nachgebastelt oder selbst ausprobiert werden können. Denn dann fällt es den jungen Zuschauern viel leichter Zusammenhänge wirklich zu verstehen und vielleicht sogar das ein oder andere Wissenswerte zu lernen.

Im Laufe der Kindergartenzeit wird der Fernseher immer interessanter und die Eltern müssen entscheiden, was der Nachwuchs sehen darf. Damit ihnen die Auswahl leichter fällt, erklärt FLIMMO in der aktuellen Ausgabe, worauf es bei den Sendungen für Vorschulkinder ankommt und hat gleich noch ein paar besondere ausgewählt.

Die ganze FLIMMO-Broschüre gibt es jetzt auch als Download im Internet unter www.flimmo.tv

Kein Zeitgefühl – Warum Kinder in der Trotzphase häufig „gleich“ und „sofort“ verwechseln

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Ab zwei Jahren entdecken Kinder ihren eigenen Willen – und stellen Eltern mit ihrem Trotz vor harte Bewährungsproben. Beispiel: eine eruptive Explosion, weil das Kleine vermeintlich zu lange warten muss.

Dem können Eltern vorbeugen: „Zeitliche Ankündigungen nicht zu früh machen, sonst wird die Wartezeit zu lang“, rät die Diplom-Psychologin Doris Heueck-Mauß aus München im Apothekenmagazin „BABY und Familie“. Kinder haben noch keine Vorstellung von Zeit. „Gleich“ heißt bei ihnen „sofort“.

Statt zu sagen: „Wir gehen gleich auf den Spielplatz“, lieber erklären, was man noch erledigen muss, bis es losgeht.

Quelle
Apothekenmagazin „BABY und Familie“